Das Prüfinstitut LRQA Deutschland hat das Design des Nugget-Behälters für den 6.000-Liter-Wasserstoffspeicher genehmigt. Der Behälter erfüllt die Anforderungen der Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU, sodass er in Kürze das CE-Zertifikat erhalten soll.
Ambartec arbeitet mit Purem by Eberspächer zusammen, um nun die Serienfertigung des H2compact 6.000 vorzubereiten. „Wir haben einen wesentlichen Meilenstein für die Serienproduktion erreicht”, sagt Matthias Rudloff, CEO von Ambartec. Die ersten Container sollen 2026 ausgeliefert werden. Danach plant das Unternehmen, die Produktion auf mehrere hundert Container pro Jahr hochzufahren.
Technische Daten des H2compact 6.000
Purem by Eberspächer bereitet die Serienfertigung der Druckbehälter in seinem Werk in Wilsdruff vor. Das Unternehmen entwickelt ein modulares Fertigungskonzept. Der Abgas- und Akustikspezialist überführt den Prototyp in eine skalierbare Produktion. Die Kooperation zwischen den beiden Unternehmen besteht seit Januar 2025. Die Partnerschaft eröffne Ambartec neue Marktsegmente in der Wasserstoffspeicherung und im Wasserstofftransport. Das Unternehmen bietet zudem silbernen Wasserstoff an – recycelten Wasserstoff aus industriellen Abgasen.

Die Eisen Nuggets, in denen der Wasserstoff gespeichert wird (© AMBARtec/Detlev Müller)
Der H2compact 6.000 Plus speichert 800 kg Wasserstoff oder 26 MWh. Der Speicher wird in Standard-20′-Containern installiert. Der Transport erfolgt mit herkömmlicher Logistik per LKW, Schiff, Bahn oder Kran.
Eine Anpassung der Infrastruktur ist nicht erforderlich. Genehmigungsverfahren nach Bundesimmissionsschutzgesetz oder Störfallverordnung entfallen. Betriebstests bestätigen die Zyklenfestigkeit des Speichermaterials für den Dauereinsatz.
Eisenoxidbasierte Speichertechnologie
Ambartec nutzt einen Prozess aus Reduktion und Oxidation von Eisenoxid. Bei der Beladung reduziert Wasserstoff das Eisenoxid. Der freigesetzte Dampf lässt sich in der Elektrolyse wiederverwenden.
Bei der Entladung wird dem Speicher Wasserdampf zugeführt. Das Eisen oxidiert und setzt Wasserstoff frei. Ein mehrmonatiger Praxistest in Freiberg bestätigt die Energiebilanz des Gesamtprozesses.
Mit einer Hochtemperaturelektrolyse (SOEC) erreicht das System Wirkungsgrade von über 80 Prozent. Die Technologie eignet sich für Energiespeicherung, Wasserstofftransport und Schiffsantriebe.











