Drucktransmitter für Wasserstoffmesstechnik

Der Sensoren-Hersteller BD|Sensors hat einen neuen Drucktransmitter herausgebracht. Der DCT 541 wurde speziell für technische Gase, aber auch für den Einsatz in Wasserstoffanwendungen entwickelt. Der Drucktransmitter verfügt über eine digitale Modbus-Schnittstelle und eignet sich für Hochdruck-Applikationen bis 1.000 bar.

von | 21.10.24

Der DCT 541 Drucktransmitter
© BD|SENSORS GmbH
Drucktransmitter

BD|Sensors hat den DCT 541 vorgestellt, einen Drucktransmitter für den Einsatz in Wasserstoffapplikationen. Das Gerät basiert auf dem Modell DMP 336 und verfügt über eine digitale RS 485 Schnittstelle mit Modbus RTU Protokoll.

Die Nutzung von Wasserstoff stellt hohe Anforderungen an Komponenten. Das flüchtige Gas kann in Metalloberflächen eindringen und diese verspröden, was Messgenauigkeit und Langzeitstabilität beeinträchtigt. Im Extremfall kann die Wasserstoffversprödung zu Leckagen führen. Deswegen steht die Sicherheit bei Wasserstoffanwendungen an oberster Stelle.

Produkteigenschaften

Der DCT 541 adressiere diese Herausforderungen. Seine medienberührten Komponenten bestehen aus Sonder-Edelstahl. Der Transmitter zeichne sich durch hohe Überlastfähigkeit und Unempfindlichkeit gegen Druckspitzen aus, heißt es von BD|Sensors. Für Sauerstoffanwendungen minimiert ein spezieller Reinigungs- und Fertigungsprozess Restpartikel und Kohlenwasserstoffe.

Die Modbus-Schnittstelle des DCT 541 ermögliche die Ausgabe digitaler Signale. Diese lassen sich laut dem Sensoren-Hersteller einfacher übertragen und verarbeiten als analoge Daten. Der Transmitter ergänzt die bestehende Produktpalette des Unternehmens für Wasserstoffanwendungen.

Merkmale

  • Nenndrücke: 0 … 16 bar bis 0 … 1000 bar
  • Genauigkeit: 0,5 % FSO
  • Ausgangssignal: RS485 mit Modbus RTU Protokoll
  • medienberührte Komponenten aus Sonder-Edelstahl
  • unempfindlich gegen Druckspitzen
  • hoch überlastfähig
  • öl- und fettfrei basierend auf ISO 15001 (z.B. für Sauerstoffapplikationen)

Darüber hinaus könne der DCT 541 weitere optionale Merkmale je nach den kundenspezifischen Anforderungen erfüllen.

Neben dem neuen Drucktransmitter bietet der Hersteller den DMP 336 für Nenndrücke von 16 bis 1.000 bar und den DMP 333P mit vergoldeter Membran für 60 bis 600 bar an.

(Quelle: BD|Sensors/2024)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

H2-Projekte in Ihrer Region

Mehr als 300 Wasserstoff-Projekte in Deutschland und Europa

Hier geht's zur interaktiven Karte

„Wir sehen in LH2 den Schlüssel zur Dekarbonisierung der Schifffahrt“
„Wir sehen in LH2 den Schlüssel zur Dekarbonisierung der Schifffahrt“

Raumfahrttechnik für die Schifffahrt: Im EU-geförderten Projekt NavHyS entwickelt ein Konsortium aus 14 europäischen Partnern unter der Koordination der ArianeGroup ein Speicher- und Treibstoffsystem für Flüssigwasserstoff (LH2), das unter Deck installiert werden soll. Als erster Anwendungsfall dienen Service Operation Vessels (SOVs), die für Offshore-Windparks eingesetzt werden. Im Interview erklären Lennart Seifert und Gustavo Moreno von der ArianeGroup GmbH, wie sich Raketentechnik für den Einsatz an Bord von Schiffen anpassen lässt und was politisch und wirtschaftlich passieren muss, damit Flüssigwasserstoff flächendeckend einen Beitrag zur Dekarbonisierung der Schifffahrt leisten kann.

mehr lesen
Baustart in Dresden: Neues Prototypenzentrum für Elektrolysetechnologien
Baustart in Dresden: Neues Prototypenzentrum für Elektrolysetechnologien

Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM hat Ende September mit dem Bau eines Prototypenzentrums für Elektrolysetechnologien begonnen. In dem Zentrum sollen großformatige Elektroden für die alkalische Wasserelektrolyse entwickelt und erprobt werden. Nach Institutsangaben handelt es sich um die deutschlandweit erste Forschungsinfrastruktur dieser Art. Die Fertigstellung des Zentrums ist für Sommer 2028 vorgesehen.

mehr lesen
Cytok beantragt Insolvenz und prüft Zukunft von PtG-Technologie
Cytok beantragt Insolvenz und prüft Zukunft von PtG-Technologie

Das GreenTech-Unternehmen Cytok GmbH hat am 15. September beim Amtsgericht Rostock einen Insolvenzantrag gestellt. Trotz erprobter PtG-Technologie (Power-to-Gas) und bestehender Projekte fehlte die Finanzierungsbasis für die Skalierung. Nun sucht das Unternehmen nach Investoren und strategischen Partnern.

mehr lesen

H2 Talk

„Wir sehen in LH₂ den Schlüssel zur Dekarbonisierung der Schifffahrt“
„Die technische Machbarkeit ist nachgewiesen, die größte Herausforderung liegt im Markthochlauf“
„Wir wollen e-Fuels vom teuren Nischenprodukt zu einer wettbewerbsfähigen Lösung entwickeln“

Publikationen

Netzmeister 2023

Netzmeister 2023

Erscheinungsjahr: 2023

Für die Instandhaltung der Gas-, Wasser- und Fernwärmerohrnetze, die den mit Abstand größten Teil des Anlagevermögens von Versorgungsunternehmen ausmachen, trägt der Netzmeister die Verantwortung. Um den täglichen Anforderungen gerecht werden zu ...

Zum Produkt

Wasserstoff in der Praxis, Bd. 2: Gebäude- und Messtechnik

Wasserstoff in der Praxis, Bd. 2: Gebäude- und Messtechnik

Erscheinungsjahr: 2022

Das Buchreihe „Wasserstoff in der Praxis“ vermittelt Praktikern wichtige Informationen über den Stand der Technik und zukünftige Entwicklungen. Im 2. Band stehen die Themen „Gebäudetechnik“ und „Messtechnik“ im Fokus. Das ...

Zum Produkt

Wasserstoff in der Praxis, Bd. 1: Infrastruktur

Wasserstoff in der Praxis, Bd. 1: Infrastruktur

Erscheinungsjahr: 2021

Das Buchreihe „Wasserstoff in der Praxis“ vermittelt Praktikern wichtige Informationen über den Stand der Technik und zukünftige Entwicklungen. Im 1. Band werden die Herausforderungen dargestellt, die Wasserstoff an die Gasinfrastruktur und den ...

Zum Produkt