Das Regelventil ist für den Einsatz in sogenannten Cold Boxen konzipiert. Das sind isolierte Gehäuse, in denen Komponenten wie Wärmetauscher, Destillationskolonnen, Rohrleitungen und Ventile für Tieftemperaturprozesse untergebracht sind.
Kryogene Prozesse stellen besondere Anforderungen an Ventiltechnik: Emissionen verursachen Produkt- und Energieverluste, erhöhen Wartungskosten und führen zu regulatorischen Problemen. Das IC2 adressiert diese Herausforderungen mit zwei konstruktiven Maßnahmen.
Reduzierte Wärmeleitung senkt Energiebedarf
Das Regelventil verfügt über einen schlanken Membranvorbau sowie eine Flüssigkeitsablenkwand. Beide Komponenten minimieren die Wärmeleitung in das System und senken damit den Energiebedarf zur Aufrechterhaltung der Prozesstemperatur. Gleichzeitig verbessern sie die Betriebsstabilität im kryogenen Bereich.
Für die Emissionskontrolle kombiniert Emerson das Fisher Enhanced ENVIRO-SEAL-Packungssystem mit einem Faltenbalg. Die Kombination begrenzt Leckagen auf maximal 100 Volumenteile pro Million (ppmv). Damit erfüllt das Regelventil die Grenzwerte der US-Umweltschutzbehörde EPA. Nach Angaben des Herstellers werden diese Grenzwerte teils übertroffen.
Modulare Bauweise erleichtert Wartung
Die Lebensdauer des Ventils soll durch gehärtete Innengarnitur-Werkstoffe, die Enviro-Seal-Packung und eine metallische Dichtung erhöht werden. Ist eine Wartung erforderlich, ermöglicht das Top-Entry-Konzept den Zugang von oben ohne vollständigen Ausbau. Einzelne Baugruppen wie eine Packungsmutter, eine modulare Spindelbaugruppe, ein unabhängig wechselbarer Faltenbalg sowie Ventilkegel und Sitzring sind modular austauschbar. Letzterer mit einem dedizierten Spezialwerkzeug.
Das IC2 ist für die Druckklasse CL600 ausgelegt und in Nennweiten von DN25 bis DN100 (1 bis 4 Zoll) erhältlich. Weitere Größen sollen nach Angaben des Unternehmens folgen.











