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Filtrationslösungen für H2-Mobilität und Elektrolyse

Das Münsteraner Unternehmen Hengst Filtration entwickelt Filtrationslösungen für die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette. Bei der vom Zentrum für Brennstoffzellentechnik (ZBT) und dem Transformationsnetzwerk automotivelandNRW mitorgansierten 5. cH₂ance-Innovationsrunde Wasserstoffmobilität präsentierte das Unternehmen seine Produkte für Wasserstoffmotoren, Brennstoffzellen und Elektrolyse-Anlagen. Rund 70 Teilnehmer diskutierten dabei Chancen und Hürden der Wasserstoffmobilität.

von | 17.07.25

Kathodenluftfilter reinigen die Anzugsluft in Brennstoffzellen, um diese vor Partikeln zu schützen
Bild: Hengst Filtration
Hengst

Als Veranstaltungsort der Branchenkonferenz diente die Hengst Academy am Unternehmenssitz in Münster. Die Veranstaltung bot laut Meldung vom Donnerstag (10. Juli) ein breites Vortragsprogramm zur Wasserstoffmobilität.

Beispielsweise sprach Andreas Dworog, Advanced Development bei Hengst Filtration, zum Thema „Filtrationslösungen in der Wasserstofflandschaft„. Dabei zeigte er auf, wie spezifische Filter entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette zur Leistungsfähigkeit, Sicherheit und Lebensdauer von Systemen beitragen – sowohl in der Infrastruktur als auch im Fahrzeug.

Ein Rundgang durch das TechCenter rundete das Programm ab. Ein besonderes Highlight war die Demonstration einer Direct-Air-Capture-Anlage (DCA), in der CO₂ direkt aus der Umgebungsluft gefiltert wird.

Hengst

Innovationsrunde in Münster (Bild: Simon Wierzba / Bergische Gesellschaft)

Vielfältige Filteranwendungen in der H2-Technologie

Hengst entwickelt Produkte, die speziell auf die Anforderungen von Wasserstoffmotoren, Brennstoffzellen sowie Methanol und synthetischen Kraftstoffen ausgelegt sind. Beispielsweise müssen Odorant-Filter bei der Wasserstoffverteilung Fremdstoffe entfernen, ohne die Sensorik zu beeinträchtigen.

Bei der Elektrolyse spielt die Reinheit des verwendeten Wassers eine entscheidende Rolle – hier setzt Hengst auf modulare Filterlösungen. Für die Kathodenluft bietet das Unternehmen Hochleistungsfilter (CAF) an, die Partikel und Schadstoffe entfernen, um die empfindlichen Membranen im Stack zu schützen. Zudem bietet Hengst Ionentauscher zum Schutz des Kühlmittelkreislaufes vor alterungsbedingtem Ioneneintrag und spezielle Anodenfiltersysteme.

Langjährige Erfahrung bei Brennstoffzellenfiltration

Der Münsteraner Hersteller arbeitet seit mehreren Jahren an Filtrationslösungen für Brennstoffzellensysteme. 2022 präsentierte er auf der Hydrogen + Fuel Cells in Hannover Lösungen für die Herausforderungen der Brennstoffzellentechnologie. So entwickelte Hengst beispielsweise Ionentauscher für Kühlmittelkreisläufe, um die Leitfähigkeit zu minimieren und elektrische Kurzschlusseffekte zu vermeiden.

Ein spezieller Kathodenfilter schützt die zentralen Komponenten der Brennstoffzelle vor schadhaften Gasen und Partikeln durch effektive Abscheidung von Schwefelgasen und Ammoniak. Für das Wassermanagement entwickelte das Unternehmen ein neuartiges Abscheidermodul für die Anodengasrezirkulation, das Tropfwasserabscheidung und Gasablass mit innovativer Ventiltechnik kombiniert.

Hengst Filtration beschäftigt nach eigenen Angaben aktuell 3.700 Mitarbeiter an 28 Standorten. Das Unternehmen beliefert die internationale Fahrzeug- und Motorenindustrie.

(Quelle: Hengst Filtration/2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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