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H2-Speicherung mit Metallhydrid: GKN Hydrogen erschließt chinesischen Markt

GKN Hydrogen will den Wasserstoffmarkt in China erschließen. Dazu hat der Hersteller von Wasserstoffspeichern auf Basis von Metallhydrid mit dem chinesischen Automobilzulieferer Zynp eine Absichtserklärung unterzeichnet. Geplant ist, die Festkörper-Speicher vor allem im Mobilitätssektor zu vermarkten. Die Unternehmen sehen nach eigenen Angaben "sehr gute Chancen" für eine Expansion auf dem chinesischen Markt. 

von | 17.06.24

In den GKN-Containern wird Wasserstoff langfristig an festen Metallhydriden gespeichert (© GKN Hydrogen)
© GKN Hydrogen
Metallhydrid

17. Juni 2024 | GKN Hydrogen will den Wasserstoffmarkt in China erschließen. Dazu hat der Hersteller von Wasserstoffspeichern auf Basis von Metallhydrid mit dem chinesischen Automobilzulieferer ZYNP eine Absichtserklärung unterzeichnet. Geplant ist, die Festkörper-Speicher vor allem im Mobilitätssektor anzubieten. Die Unternehmen sehen dabei “sehr gute Chancen” für eine Expansion auf dem chinesischen Markt.

In einem ersten Schritt wollen die Unternehmen „strategisch wichtige Anwendungsgebiete” definieren, meldete GKN am vergangenen Dienstag (11. Juni). Zudem werde man eine erste Demonstrationsanlage in China installieren. Die Firmen erwarten, dass ein relativ zügiger Markthochlauf der Metallhydrid-Speicher in China möglich sei.

Der Grund: Schlüsselfragen zu Markt, Kosten, Sicherheit und Lieferkette seien in dem ostasiatischen Land „einfach und schnell” zu klären. Hierzu wollen sich GKN und Zynp ab sofort intensiv austauschen und entsprechende Aktionen vereinbaren. Details zu konkreten Projekten und Zeitplänen nannten die Unternehmen nicht.

„Bei der Herstellung und Nutzung von grünem Wasserstoff ist China heute schon führend“, erklärte Guido Degen, CEO von GKN Hydrogen, zur neuen Partnerschaft. Sein Unternehmen habe weltweit bereits 26 Projekte realisiert. Für das weitere Wachstum setze man „konsequent auf die Präsenz in den Wachstumsmärkten und die Entwicklung neuer Speicher-Anwendungen”. Die Partnerschaft mit Zynp biete dabei „ideale Voraussetzungen” für das Erreichen der technologischen und kommerziellen Ziele.

Wasserstoff-Wachstumsmarkt China

Automobilzulieferer Zynp fokussiert sich im Bereich der Wasserstoffmobilität vor allem auf das Heavy Duty-Segment. Chairman Delong Xue erklärte, dass GKN Hydrogen hierfür die die sicherste Speichertechnologie liefere. Zudem sei das Unternehmen mit Sitz in Bonn, Pfalzen (Italien) und dem kalifornischen Carlsbad auch in der Industrialisierung seiner Produkte „am weitesten”.

„Als führender, globaler Automobilzulieferer investieren wir auch in die Entwicklung von Wasserstoff-Lösungen. Wir werden Brennstoffzellen in verschiedenen Leistungsklassen anbieten. Darüber hinaus ist der gesamte Bereich der Mobilitätsinfrastruktur sehr attraktiv und von großer Wichtigkeit”. so Delong Xue weiter.„Mit unserer Expertise und den Produkten von GKN Hydrogen werden wir die besten Wasserstofflösungen für China anbieten und umsetzen.”

Metallhydrid

Unterzeichnung des MoU bei Zynp. Derzeit deckt das Geschäft der ZYNP-Gruppe die Bereiche Verbrennungsmotoren, Automobilelektronik, Bremsanlagen, Wasserstoffenergie, intelligente Ausrüstung und superharte Materialien ab (© GKN Hydrogen)

Metallhydrid zur „sichersten H2-Speicherung der Welt”

Das zur britischen Automotive-Gruppe Dowlais gehörende Unternehmen GKN will mit seiner auf feststofflichen Metallhydriden basierenden Technologie die „sichersten Speicherlösungen der Welt” anbieten. Neben der im Vergleich zu flüssigen oder gasförmigen Speichern erhöhten Sicherheit böten die Festkörper-Speicher zudem minimalen Platzbedarf und eine einfache Integration.

Je nach Bedarf könne der Wasserstoff hiermit direkt genutzt oder in Strom und Wärme rückverwandelt werden. Die feststoffliche Speicherung von Wasserstoff erfordere zudem keinerlei Kompression. Darüber hinaus sei der Platzbedarf geringer als der von Batterien oder Druckgasspeichern.

Zur Website von GKN Hydrogen

 

(Quelle: GKN Hydrogen/2024)

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