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Industrie 4.0: Automatischer Prüfstand für PEM-Elektrolyseure

Der Bamberger Maschinbauer Albert & Hummel hat einen vollautomatischen Prüfstand entwickelt, der PEM-Elektrolyseure für ihren Einsatz vorbereitet. Das System konditioniert die Membranen durch präzise gesteuerte Reinstwasser-Prozesse und soll dadurch reproduzierbare Testergebnisse ermöglichen. Die technische Umsetzung erfolgte in Kooperation mit Bürkert Fluid Control Systems.

von | 22.07.25

Prüfstand für Elektrolyseure
Bild: Albert & Hummel
Prüfstand

Vor dem ersten Einsatz müssen PEM-Elektrolyseure konditioniert werden, indem sie einen definierten Feuchtigkeitsgrad erreichen – ein Prozess, den Albert & Hummel nun nach eigenen Angaben automatisiert durchführen lässt. Der Bamberger Sondermaschinenbauer hat einen Prüfstand entwickelt, der Reinstwasser unter kontrollierten Bedingungen durch die Stacks leitet. Spezielle Edelstahl-Ventile von Bürkert Fluid Control Systems sollen dabei sicherstellen, dass es nicht zu Korrosion oder Leckagen kommt.

Der Prüfstand leitet VE-Wasser (vollentsalztes Wasser) gezielt durch verschiedene Pfade des Elektrolyseur-Stacks. Dabei regulieren ein Bypass-System den Durchfluss, Wärmetauscher die Temperatur und Pumpen den erforderlichen Betriebsdruck.

Korrosionsschutz als zentrale Herausforderung

Die Verwendung von VE-Wasser stellt besondere Anforderungen an alle Systemkomponenten. Denn das demineralisierte Wasser wirkt aggressiv auf viele Materialien und kann zu Korrosionsschäden führen. Albert & Hummel setzte deshalb auf Ventiltechnik von Bürkert aus V4-Edelstahl. Dabei handelt es sich um ein Material, das auch in der chemischen Industrie für den Umgang mit aggressiven Medien zum Einsatz kommt.

Prüfstand

Die Prozessregelventile mit ELEMENT-Steuerkopf im Prüfstand kommunizieren mit der übergeordneten Steuerung über klassische Analogsignale (Quelle: Albert & Hummel)

Das Ventil-Portfolio von Bürkert umfasst vier Prozessregelventile (Typ 8802) mit ELEMENT-Steuerköpfen für die Durchflussregelung, zehn On/Off-Ventile (Typ 8801) zum Schalten der Fließwege sowie verschiedene Magnetventile für Hilfs- und Sicherheitsfunktionen.

Alle Komponenten sind nach Herstellerangaben für Betriebsdrücke bis PN 25 ausgelegt und verwenden spezielle Dichtungsmaterialien, die dem Kontakt mit VE-Wasser dauerhaft standhalten.

Flexible Entwicklung für wachsenden Markt

Der vollautomatische Prüfstand verkörpert dabei Industrie 4.0-Prinzipien in der Wasserstofftechnik: Sensoren erfassen kontinuierlich Betriebsparameter wie Durchfluss, Temperatur und Druck, während eine übergeordnete Steuerung die Prozesse in Echtzeit optimiert. Die Ventile kommunizieren über standardisierte Analogsignale mit dem Leitsystem und ermöglichen so eine durchgängige Datenerfassung. Diese Digitalisierung soll nicht nur reproduzierbare Testergebnisse gewährleisten, sondern auch die Basis für vorausschauende Wartung und kontinuierliche Prozessverbesserung schaffen.

Albert & Hummel plant bereits weitere Prüfstände für verschiedene Branchen der Energietechnik. Das Unternehmen sieht sich dabei als Spezialist für die Automatisierung komplexer Test- und Fertigungsprozesse in einem wachsenden Markt.

 

(Quelle: Bürkert Fluid Control System/2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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