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Kryopumpen für Flüssigwasserstoff sollen Tankstellenkosten senken

Der Stuttgarter Hersteller Bosch Rexroth hat auf der Hannover Messe seine CryoPump-Stationen für Wasserstofftankstellen vorgestellt, die dank elektro-hydraulischem Antrieb sowohl flüssigen als auch gasförmigen Wasserstoff verarbeiten können. Der Einsatz von Flüssigwasserstoff soll die Betriebskosten im Vergleich zu konventionellen Anlagen erheblich reduzieren.

von | 08.04.25

CryoPump-Stationen
Bildquelle: Bosch Rexroth AG
Kryopumpen

Laut Pressemeldung vom 31. März wurden die neuen Kryopumpen gemeinsam mit FirstElement Fuel entwickelt, einem US-amerikanischen Betreiber von Flüssigwasserstofftankstellen. Herzstück der Pumpstationen ist ein elektro-hydraulischer Antrieb mit verlängerter Hublänge, der weniger Lastwechsel erfordert und dadurch den Verschleiß minimieren soll.

Im Vergleich zu herkömmlichen kurbelwellenbasierten Pumpen erreiche die Technologie einen Wirkungsgrad von über 95 Prozent. Zudem lassen sich die Wartungsintervalle nach Herstellerangaben auf mehr als 4.000 Betriebsstunden verlängern. Die zweistufige Pumpentechnologie erlaubt dabei sowohl die Förderung von flüssigem als auch gasförmigem Wasserstoff.

Kompakte Bauweise für bestehende Infrastruktur

Mit einer Grundfläche von unter 11 Quadratmetern und einem Geräuschpegel unter 65 dB seien die Anlagen für die Integration in bestehende Tankstellen konzipiert. Dies gelte auch für Standorte in Wohngebieten, wo Lärmschutzauflagen eingehalten werden müssen.

Durch den Verzicht auf Hochdruckspeicher und Kälteaggregate könnten die Investitionskosten im Vergleich zu herkömmlichen Wasserstofftankstellen um bis zu 50 Prozent gesenkt werden, heißt es in der Mitteilung.

Beschleunigung des Tankvorgangs für Nutzfahrzeuge

Laut Bosch Rexroth erreichen die CryoPump-Stationen eine Förderleistung von 600 kg/h. Diese Kapazität würde die Betankung eines Schwerlast-LKW in weniger als zehn Minuten ermöglichen.

„Die kompakte Bauweise ermöglicht eine einfache Integration in bestehende Tankstellen, wodurch sowohl Neubauten als auch Nachrüstungen deutlich kosteneffizienter werden“, teilt das Unternehmen mit. Die Anlagen verfügen zudem über ein KI-gestütztes Überwachungssystem für vorausschauende Wartung.

Bosch Rexroth ist in den Bereichen Hydraulik, Elektrische Antriebs- und Steuerungstechnik, Getriebetechnik sowie Linear- und Montagetechnik einschließlich Software und IoT-Schnittstellen aktiv. Mit einer Präsenz in mehr als 80 Ländern erwirtschafteten rund 33.800 Mitarbeitende 2023 einen Umsatz von 7,6 Milliarden Euro. Im Wasserstoffsegment bietet das Unternehmen ein breites Produktportfolio; so hatten die Stuttgarter im September 2024 Aktuatoren für die Offshore-Produktion von Wasserstoff präsentiert.

 

(Quelle: Bosch Rexroth/2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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