Generic filters
Exact matches only
FS Logoi

Modulares Armaturensystem soll Betrieb von Wasserstoffanlagen vereinfachen

Ein modulares Armaturensystem zielt darauf ab, Planung, Betrieb und Wartung von Wasserstoffanlagen effizienter zu gestalten. Der Anbieter von Industriearmaturen AVA Armaturen Vertrieb Alms GmbH hat dafür das „Modu One® Ecosystem“ auf dem deutschsprachigen Markt eingeführt. Der modulare Ansatz soll die Austauschbarkeit von Armaturen sowie eine Reduzierung von Ersatzteilvarianten ermöglichen.

von | 11.05.26

Werner Kremer (l.), Senior Produktmanager der AVA GmbH, und Leonard Alms, Assistent der Geschäftsleitung und Unternehmensentwicklung.
© timtomtext GbR / AVA GmbH
Modulares Armaturensystem soll Betrieb von Wasserstoffanlagen vereinfachen

Das „Modu One® Ecosystem“ wurde von dem dänischen Technologieunternehmen Modu Valves A/S entwickelt und verfolge einen modularen Ansatz. Die Armaturen, darunter Kugelhähne oder Rückschlagklappen, seien auf einheitliche Baulängen je Nennweite und Rohrklasse ausgelegt. Damit seien sie untereinander austauschbar. Laut Angaben des Unternehmens wird somit die Rohrleitungsgeometrie beibehalten. Dadurch würden Neukalkulationen entfallen.

Auch bei Ersatzteilen verfolge das Armaturensystem einen modularen Ansatz. Dadurch reduziere sich die Anzahl benötigter Varianten.

Die Armaturen sind für den Einsatz in unterschiedlichen Branchen vorgesehen. Dazu würden auch Anlagen zur Erzeugung und Verarbeitung von grünem Wasserstoff zählen.

Armaturensystem soll Montageaufwand halbieren

Der Anbieter gibt an, dass sich der Armaturenantrieb werkzeuglos per Schnellverschluss installieren lässt. Ein mechanisch codiertes Spindeldesign soll zusätzlich den Montageaufwand um 50 Prozent reduzieren. Denn: Das Design ermögliche den Einbau nur in der passenden Position.

Digitale Dokumentation macht Daten abrufbar

Darüber hinaus sei jede Armatur mit einer Identifikationsnummer versehen. Diese soll eine digitale Dokumentation sowie Rückverfolgbarkeit ermöglichen. Über die „Modu Cloud™“ lassen sich laut Anbieter relevante Informationen abrufen.

Dazu würden unter anderem Materialerzeugnisse, technische Kennwerte sowie individuelle Prüfzertifikate zählen. Außerdem enthalte die Dokumentation bei den Kugelhähnen auch das gemessene Aufbrechdrehmoment.

Laut Leonard Alms, Assistent der Geschäftsleitung und Unternehmensentwicklung der AVA GmbH, ermöglicht der gemessene Brechdrehmoment eine genauere Dimensionierung der Antriebe. Dadurch könnten nach Unternehmensangaben Ressourcen eingespart werden.

 

(Quelle: timtomtext – Timur Dikmen und Tim Hacken GbR/2026)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

H2-Projekte in Ihrer Region

Mehr als 300 Wasserstoff-Projekte in Deutschland und Europa

Hier geht's zur interaktiven Karte

„Wir erwarten eine Verlagerung hin zu modularen, skalierbaren Wasserstoffsystemen“
„Wir erwarten eine Verlagerung hin zu modularen, skalierbaren Wasserstoffsystemen“

Wie lässt sich Wasserstoff effizient, sicher und skalierbar nutzbar machen? Pressure Control Solutions B.V. (PCS) setzt genau hier an – mit hochpräzisen Druckregelungstechnologien für anspruchsvolle Anwendungen entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette. Im Interview spricht der Sales Manager Germany Matthias Bogar über die Bewältigung technischer Herausforderungen, den Schutz von Membranen sowie die wachsende Bedeutung von modularen Systemen.

mehr lesen
IF25-Auktion: Bund fördert Wasserstoffprojekte in Dänemark
IF25-Auktion: Bund fördert Wasserstoffprojekte in Dänemark

Die deutsche Bundesregierung fördert im Rahmen der IF25-Auktion der Europäischen Wasserstoffbank (EHB) drei Wasserstoffprojekte in Dänemark. Die Vorhaben sollen insgesamt 78.000 Tonnen erneuerbaren H2 pro Jahr bereitstellen. Eine Lieferung nach Deutschland ist ab 2031 vorgesehen.

mehr lesen
Forscher stoßen auf großen natürlichen Wasserstoffvorrat in Kanada
Forscher stoßen auf großen natürlichen Wasserstoffvorrat in Kanada

Unter der Kidd Creek Mine im kanadischen Bundesstaat Ontario entweicht aus tiefen Gesteinsschichten sogenannter „weißer“ Wasserstoff. Dabei handelt es sich nicht um industriell erzeugtes Gas, sondern um natürlich im Untergrund entstandenen Wasserstoff, der über geologische Prozesse im uralten Gestein gebildet wird. Eine neue Untersuchung kommt nun zu dem Ergebnis, dass die Mine jährlich mehr als 140 Tonnen dieses Gases freisetzt.

mehr lesen

H2 Talk

„Wir erwarten eine Verlagerung hin zu modularen, skalierbaren Wasserstoffsystemen“
Dirk Flandrich, Gascade: „Wasserstoff braucht verlässliche Rahmenbedingungen und mutige Erstnutzer“ Wasserstoff-Kernnetz
„Wer jetzt zweifelt, verhindert Milliarden-Investitionen“ Cluster Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH)

Publikationen

Power-to-Gas

Power-to-Gas

Erscheinungsjahr: 2020

Das Fachbuch fasst aktuelles Wissen zu Power-to-Gas zusammen und bereitet es für Ingenieure der Energie- und Gasversorgung auf. Es wird die gesamte Wertschöpfungskette vom bereitgestellten Strom über die Erzeugung von Wasserstoff und die Integration ...

Zum Produkt

Erneuerbarer Wasserstoff mit Solar-Wind-Hybridkraftwerken

Erneuerbarer Wasserstoff mit Solar-Wind-Hybridkraftwerken

Autor: Raphael Niepelt, Rolf Brendel

Grüner Wasserstoff ist ein Schlüsselelement für die Transformation und Defossilierung des Energiesystems. Mit der Nationalen Wasserstoffstrategie hat sich die Politik klar zu grünem Wasserstoff bekannt, wobei der Bedarf vor allem über Importe aus ...

Zum Produkt