Generic filters
Exact matches only
FS Logoi

NextGenH2 Truck: Wasserstoff-Lkw startet Ende 2026 in die Kleinserie

Der NextGenH2 Truck der Daimler Truck Holding AG (Daimler Truck) soll unter anderem über Serienkomponenten des Mercedes-Benz eActros 600 verfügen. Darüber hinaus seien weitere Bestandteile wie eine Hochvoltbatterie und ein Boil-Off Management System integriert. Eine Kleinserie des Wasserstoff-Lkw soll Ende 2026 in die Praxis eingesetzt werden, eine Serienproduktion ist für den Beginn der 2030er Jahre vorgesehen.

von | 04.02.26

Der NextGenH2 Truck wurde von Daimler Truck entwickelt
© Daimler Truck AG
NextGenH2: Truck Wasserstoff-Lkw startet Ende 2026 in die Kleinserie

Der Nutzfahrzeug-Hersteller Daimler Truck hat einen neuen Wasserstoff-Lkw entwickelt. Der Mercedes Benz NextGenH2 Truck ist auch für Fahrsituationen am Berg oder bei hoher Zuladung vorgesehen.

Die Entwicklung, Produktion und der Praxiseinsatz des Lkw werden vom Bundesministerium für Verkehr und den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg mit insgesamt 226 Millionen Euro gefördert.

Verwendung von Flüssigwasserstoff

Der NextGenH2 Truck soll mit Flüssigwasserstoff (LH₂) betrieben werden. Dadurch seien Reichweiten von mehr als 1.000 Kilometern mit einer Tankfüllung möglich.

Die beiden Flüssigwasserstofftanks fassen nach Unternehmensangaben zusammen bis zu 85 kg Wasserstoff. Mit dem gemeinsam mit dem Hersteller von Industriegasen Linde GmbH entwickelten sLH₂-Tankstandard soll der Tankvorgang innerhalb von 10 bis 15 Minuten erfolgen.

Zwei Brennstoffzellenaggregate als Twin-System

Die Brennstoffzelle BZA 150 von Cellcentric ist für den Antrieb vorgesehen und soll den Wasserstoff in elektrische Energie umwandeln. Dafür seien zwei Brennstoffzellenaggregate mit je 150 kW als Twin-System im Motorraum unterhalb der Kabine integriert.

Serienkomponenten im Einsatz

Zu den Bestandteilen des NextGenH2 Truck zählen laut Herstellerunternehmen außerdem Serienkomponenten aus dem batterieelektrischen Mercedes-Benz eActros 600. Dazu gehören die ProCabin, die integrierte E-Achse, das Multimedia Cockpit Interactive 2 sowie die Sicherheits- und Assistenzsysteme basierend auf der E/E-Architektur.

Eine weitere Komponente ist laut Daimler Truck die eigens entwickelte 101 kWh-Hochvoltbatterie, die für das Energiespeichersystem vorgesehen ist. Außerdem fänden sich ein Boil-Off Management System im Tech-Tower, eine Sensorik, die auf austretenden Wasserstoff reagiert, und eine Seitenverkleidung wieder. Die Verkleidung ziele auf einen optimierten Schutz der Flüssigwasserstofftanks bei Unfällen ab.

Kleinserie für Ende 2026 geplant

Im Jahr 2025 hat das Unternehmen Prototypen des NextGenH2 Trucks getestet – sowohl unter Sommer- als auch unter Winterbedingungen.

Ende 2026 sollen 100 Fahrzeuge bei Kunden eingesetzt werden. Produziert werden soll diese Kleinserie im Mercedes-Benz Werk Wörth. Die Serienproduktion der Wasserstoff-Lkw ist für den Beginn der 2030er Jahre vorgesehen.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

H2-Projekte in Ihrer Region

Mehr als 300 Wasserstoff-Projekte in Deutschland und Europa

Hier geht's zur interaktiven Karte

Gasbilanz 2025: Geplante Elektrolysekapazität sinkt auf 7,2 GW
Gasbilanz 2025: Geplante Elektrolysekapazität sinkt auf 7,2 GW

Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft hat am 10. Februar im Rahmen der E-world energy & water die „Gasbilanz 2025” vorgestellt. Sie zeigt, dass der Wasserstoffhochlauf an Dynamik verliert. Während 2024 noch Elektrolyseprojekte mit einer Leistung von über 11 GW bis 2030 angekündigt waren, belaufen sich die aktuell konkret geplanten Kapazitäten nur noch auf rund 7,2 GW. Zahlreiche Projekte wurden verschoben oder aufgegeben. Gleichzeitig wächst der Gasverbrauch wieder, Gaskraftwerke sichern die Versorgung in Dunkelflauten, und das Kernnetz nimmt Form an. Was die aktuellen Zahlen für die Energiewende bedeuten.

mehr lesen
Netzbetreiber starten integrierte Marktabfrage für Strom- und Wasserstoffinfrastruktur
Netzbetreiber starten integrierte Marktabfrage für Strom- und Wasserstoffinfrastruktur

Die deutschen Netzbetreiber fragen erstmals die Bedarfe für eine integrierte Strom- und Wasserstoffinfrastruktur ab. Dafür haben sie am 3. Februar eine Marktabfrage gestartet. Bis zum 13. März können Marktakteure ihre Bedarfe über eine gemeinsame Plattform melden. Die Abfrage dient der Vorbereitung der Szenariorahmen für die Netzentwicklungspläne Strom sowie Gas und Wasserstoff 2027. Gleichzeitig hat der FNB Gas e.V. die Kriterien für die Berücksichtigung von Kapazitätsreservierungen nach KARLA Gas 2.0 veröffentlicht.

mehr lesen

H2 Talk

„NRW bringt beste Voraussetzungen als Wasserstoff-Knotenpunkt mit“
„Für die klimaneutrale Klinkermanufaktur kommt nur Wasserstoff in Frage”
Kyocera: „Komponenten für die Wasserstoffproduktion sind der größte Engpass im Hochlauf”

Publikationen