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Palladium-Membran für Wasserstoffdurchlässigkeit bei 100 Grad Celsius entwickelt

Der japanische Edelmetallhersteller Tanaka Precious Metals Group Co. Ltd. hat mit „HPM-L111“ eine Palladium-Membran entwickelt, die die Wasserstoffreinigung und -separation bereits bei Temperaturen von 100 Grad Celsius ermöglichen soll. Es handele sich um die weltweit erste metallische Membran, die in diesem Niedrigtemperaturbereich eine erhöhte Wasserstoffdurchlässigkeit erreicht.

von | 27.03.26

Querschnitt von „HPM-L111“
© Tanaka Precious Metals Group Co. Ltd. / Storymaker
Palladium-Membran für Wasserstoffdurchlässigkeit bei 100 Grad Celsius entwickelt

Die Auslieferung erster Muster hat Anfang März begonnen. Die Produktionskapazität liege bei rund 100 Mustern pro Monat.

Bislang 300 Grad Celsius notwendig

Eine wasserstoffdurchlässige Palladium-Membran ist ein dünnes Membranprodukt aus einer Palladiumlegierung, die Wasserstoff absorbieren und durchlassen kann. Sie wird häufig zur Abtrennung und Reinigung von hochreinem Wasserstoff verwendet.

Bislang erforderten metallische Membranen Betriebstemperaturen von mindestens 300 Grad Celsius, teils bis zu 400 Grad Celsius, um eine Wasserstoffdurchlässigkeit zu erzielen. Mit diesen Temperaturen ging die Verwendung zusätzlicher Heizsysteme einher, die erhöhte Kosten nach sich zog.

Gleichzeitig verlangsamt sich bei konventionellen Membranen im Temperaturbereich um 200 Grad Celsius die Eindringgeschwindigkeit von Wasserstoff in das Metall.

Oberfläche durch Mikrostrukturen vergrößert

Mithilfe einer firmeneigenen Oberflächenbehandlungstechnologie ermögliche Tanaka Precious Metals mit „HPM-L111“ nun eine Wasserstoffdurchlässigkeit im Niedrigtemperaturbereich von 100 Grad Celsius oder weniger.

Durch fein gezackte Mikrostrukturen auf der Membran konnte deren Oberfläche vergrößert werden. Damit erhöhe sich die Eindringgeschwindigkeit von Wasserstoff – und somit auch die Durchlässigkeit.

Anwendung in Brennstoffzellen und Wasserstoffsensoren

Laut Unternehmensangaben soll „HPM-L111“ in Wasserstoffsensoren, Brennstoffzellen oder der Entfernung von Wasserstoff in Vakuumanlagen zur Anwendung kommen. So könnten in Wasserstoffsensoren bestimmte Gase isoliert und dadurch die Detektionsgenauigkeit erhöht werden.

In Vakuumanlagen ermögliche die Membran die Entfernung von Wasserstoff aus dem Inneren der Anlage. Dabei könnte eine Betriebsumgebung nahe Raumtemperatur oder im Niedrigtemperaturbereich aufrechterhalten werden.

Darüber hinaus könne die Technologie dazu beitragen, den Energieverbrauch für die Erwärmung zu reduzieren.

 

(Quelle: Tanaka Precious Metals Group Co. Ltd./2026)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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