Für den Elektrolyseurbetrieb ist Wasser in höchster Reinheit notwendig. Reinstwasser ist nahezu frei von organischen Stoffen, Bakterien, Partikeln und gelösten Gasen und weist in der Regel eine elektrische Leitfähigkeit von 0,055 µS/cm auf. Fehlt diese Reinheit, können sich Salzablagerungen auf den Elektroden und Membranen der Elektrolyseure bilden. Dies würde sich negativ auf deren Leistungsfähigkeit und Lebensdauer auswirken.
Reinstwasserversorgung für Elektrolyseure bis 100 MW
EnviroFalk hat nun seine Produktreihe für die Reinstwasserversorgung von Elektrolyseuren erweitert. Während EnviGreenPURE PtX bislang Wasseraufbereitungsanlagen für Anwendungen bis 5 MW umfasste, zielt das Portfolio nun auch auf Elektrolyseleistungen von 20 MW, 50 MW und bis zu 100 MW ab. Betreibern, Anlagenbauern und Projektentwicklern soll damit ein skalierbares Anlagenkonzept für unterschiedliche Wasserstoff- und Power-to-X-(PtX)-Projekte zur Verfügung stehen.
Lukas Preyer, Vertriebsingenieur bei EnviroFalk, erklärte, mit der Erweiterung der EnviGreenPURE-PtX-Produktreihe könnten Projekte mit Elektrolyseleistungen von 2,5 bis 100 MW auf einer gemeinsamen technologischen Basis umgesetzt werden.
Modulares Konzept ermöglicht flexible Einsatzmöglichkeiten
Die Systeme seien auf verschiedene Elektrolysetechnologien ausgelegt, darunter die alkalische Elektrolyse (AEL), die Anionenaustauschmembran-Elektrolyse (AEM) sowie die Protonenaustauschmembran-Elektrolyse (PEM).
Ein modulares Anlagenkonzept ermögliche die Anpassung an unterschiedliche Rohwasserqualitäten und Standortbedingungen. Für internationale Anwendungen könnten die Systeme zudem beispielsweise mit der CE-Kennzeichnung versehen werden. Dies soll nach eigenen Angaben die Standardisierung und die weltweite Umsetzung größerer Wasserstoffprojekte erleichtern.
Mehrstufige Aufbereitung sorgt für hochreines Wasser
Die Aufbereitung des Rohwassers in den Wasseraufbereitungsanlagen von EnviroFalk erfolgt laut Unternehmen in mehreren aufeinander abgestimmten Stufen. Den Auftakt mache eine Vorfiltration, etwa über Rückspülfilter. Anschließend würden die Härtebildner Calcium und Magnesium in Enthärtungsanlagen entfernt.
Es folge die Entsalzung über Umkehrosmose, die mehr als 99 Prozent der gelösten Salze entferne, sowie die CO2-Entfernung mittels Membranentgasung. Für die Vollentsalzung komme anschließend eine kontinuierliche Elektrodeionisierung (CEDI) oder eine zweite Umkehrosmose-Stufe zum Einsatz.
Das aufbereitete Hochreinwasser werde in einem nachgeschalteten Puffertank gespeichert und von dort bedarfsgerecht verteilt. Ein abschließender Polisher stelle die finale Reinheit sicher.








