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Wasserstoff-Sensortechnik detektiert auch Helium: Archigas zeigt Technologietransfer

Der Rüsselsheimer Sensorhersteller Archigas produziert Wasserstoff-Sensortechnik. Nun hat der Hersteller seine Sensoren weiterentwickelt und nutzt die ursprünglich für Wasserstoff entwickelte TCD-Technologie nun auch zur Helium-Messung. Die ultrakompakten Gasanalysatoren messen direkt im Prozess und vermeiden dadurch Gasverluste. 

von | 23.10.25

Die für die Archigas-Technologie relevante Gemeinsamkeit zwischen den beiden Gasen ist die Wärmeleitfähigkeit, die bei beiden deutlich höher ist als bei anderen Gasen.
© Guindilla y Pimienta- stock.adobe.com
Wasserstoff-Sensortechnik detektiert auch Helium: Archigas zeigt Technologietransfer

Das Unternehmen aus Rüsselsheim überträgt die ursprünglich für Wasserstoff entwickelte Technologie auf weitere Anwendungsbereiche und setzt seine Wasserstoff-Sensortechnik für die Helium-Detektion ein. Die Geschäftsführer Illya Kaufman und Wladimir Barskyi berichten von wachsender Kundenzahl im Helium-Segment.

Die Lösung basiert auf dem Gasanalysator TCD3000 SiA. Der ultrakompakte Gasanalysator misst 10 cm und lässt sich direkt in den Prozess einschrauben. Dafür verfügt der Sensor über eine ATEX-Zertifikation. So kann das Gerät das Gas direkt im Prozess analysieren und vermeidet dadurch Gasverluste.

Sensor TCD3000 SiA

Der Sensor TCD3000 SiA (© Archigas)

Der Gasanalysator kann Wasserstoff im Bereich von ppm bis 100 Vol.% in 30 Millisekunden detektieren. Er hält Drücke bis 200 bar aus und ist bei Atmosphärendruck resistent gegen Kondensate.

TCD-Technologie nutzt ähnliche Wärmeleitfähigkeit

Die TCD-Messtechnologie (Thermo-Conductivity-Detector) eignet sich für beide Gase. Wasserstoff und Helium weisen eine ähnliche Wärmeleitfähigkeit auf. Archigas hat die Technologie weiterentwickelt und erreicht damit höhere Präzision als herkömmliche Wärmeleitfähigkeitsdetektoren.

Der Sensor überwacht die Heliumreinheit mit einer Nachweisgrenze von 100 ppm. Er arbeitet in einem Temperaturbereich von -40°C bis 90°C bzw. 125°C. Die Reproduzierbarkeit liegt bei fast 100 Prozent.

Herkömmliche Messverfahren entnehmen Helium aus dem Prozess und setzen es in die Atmosphäre frei. Dies führt zu wirtschaftlichen Verlusten. Die Archigas-Lösung misst direkt im Prozess durch ihr Einschraub-Design. Sie funktioniert auch bei hohen Drücken. Dies macht die Technologie für Helium-Recovery-Anlagen effizient.

Förderung durch Land Hessen

Das Land Hessen förderte Archigas im Rahmen des LOEWE-Programms bei der Entwicklung von Messgeräten zur Erkundung von Wasserstoff- und Heliumvorkommen. 2024 erhielt das Unternehmen den Hermes Startup Award von der Bundesforschungsministerin. Die schweizerische SERTO AG ist als Minderheitsgesellschafterin beteiligt.

Archigas entwickelt seit der Gründung 2020 Sensorlösungen für Wärmeleitfähigkeit sowie Druck- und Durchflussmessung. Das Unternehmen ist auf Mikrosensorik (MEMS) und Gasanalytik spezialisiert.

 

(Quelle: Archigas/2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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