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Wasserstoffgenerator versorgt Filmproduktion in Australien

Bei einer Filmproduktion in Australien ist erstmals ein Wasserstoffgenerator zur Stromversorgung des Basecamps eingesetzt worden. Das System stammt vom französischen Industrieunternehmen Energy Observer Developments (EODev). Zum Einsatz kam es während der Dreharbeiten von Netflix Australia zum Film „Apex“.

von | 07.05.26

Die Dreharbeiten zu „Apex“ fanden 2025 statt.
© Energy Observer Developments / Netflix Australia
Wasserstoffgenerator versorgt Filmproduktion in Australien

Über einen Zeitraum von zwei Monaten versorgte der Wasserstoff-Brennstoffzellengenerator „GEH2 von EODev das gesamte Produktionsgelände, darunter elektrische Geräte, Trailer, Küchen sowie weitere Einrichtungen vor Ort.

Die Montage des Generators erfolgte über eine lokale Produktionslinie in Zusammenarbeit mit dem Automobilhersteller Toyota Motor Corporation Australia. Darüber hinaus fand die Umsetzung in Kooperation mit dem australischen Energieversorger Blue Diamond Machinery statt.

Wasserstoffgenerator reduziert CO₂-Ausstoß und Lärmemissionen

Nach Angaben des Unternehmens wurden mit dem Einsatz des Wasserstoffgenerators knapp 5 MWh Strom erzeugt. Im Vergleich zu einem konventionellen Generator seien etwa 5.200 Liter Diesel eingespart und rund 21,5 Tonnen CO₂ vermieden worden.

Neben der Energieversorgung spielen in der Branche auch Lärmemissionen eine Rolle. Der Generator habe laut Anbieter bei Volllast eine Lautstärke von etwa 65 Dezibel erreicht. Im Vergleich: Eine typische Konversation liegt bei rund 60 Dezibel. Ab 130 Dezibel werden Geräusche als für Menschen zu laut eingestuft.

Erstmalige Wasserstoffnutzung in Australien

Der Einsatz gilt laut Unternehmen als erster dieser Art bei einer Filmproduktion in Australien. In Frankreich wurde Wasserstoff bereits während der Dreharbeiten zur zweiten Staffel von „Lupin“ verwendet – auch über einen „GEH2“-Wasserstoffgenerator von EODev.

Im Rahmen seines „Netto-Null-Emissionen + Natur“-Plans hatte Netflix Wasserstoff erstmals in Großbritannien genutzt. Dort kam der Energieträger 2021 bei der Produktion der zweiten Staffel der Serie „Bridgerton“ zum Einsatz. Mithilfe einer Brennstoffzelle des Energieanbieters GeoPura Ltd. konnte die Technik vor Ort mit Strom versorgt werden. Mit seinem Plan strebt das Medienunternehmen seit 2023 jedes Jahr die Erreichung von Netto-Null-Emissionen an.

 

(Quelle: Energy Observer Developments/2026)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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