Das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS und Hypos haben die Plattform für Wasserstoff-Weiterbildungsangebote im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbunds im Projekt Revierwende entwickelt. Grundlage war eine Bestandsaufnahme zum Qualifizierungsbedarf in der mitteldeutschen Wasserstoffwirtschaft aus dem vergangenen Jahr.
Die Übersicht „Way to H2″ konzentriert sich auf vier Regionen: Mitteldeutsches Revier, Lausitzer Revier, Rheinisches Revier und Saarländisches Revier. Während der Entwicklungsphase kamen bundesweite und internationale Angebote hinzu.
Die Plattform bietet Filterfunktionen zur gezielten Suche nach Qualifizierungsangeboten. Nutzer können nach Region, Zielgruppe und Inhalten filtern. Das System steht ab sofort auf der Hypos-Webseite zur Verfügung.
Institutionen können Angebote ergänzen
Die Plattform richtet sich an Studierende, Quereinsteigende und Personalabteilungen. Institutionen können ihre Weiterbildungsangebote selbst in das System eintragen.
Hypos plant für 2026 eine Online-Veranstaltung zur Vorstellung der Plattform. Details dazu gibt der Verein später bekannt.
Studie zeigt Qualifizierungsbedarf in Mitteldeutschland
Die Plattform für die Weiterbildungsangebote basiert auf einer Studie von Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie (IMW) und Hypos aus März 2024. Die Untersuchung analysierte den Qualifizierungsbedarf in der mitteldeutschen Wasserstoffwirtschaft durch 23 Interviews mit Unternehmen, Experten und Betriebsräten.
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Fachkräfte vor allem in technischen Berufen fehlen. Besonders betroffen sind die Bereiche Anlagenbau, Montage und Wartung. Der Bedarf an Wasserstoffkompetenz wächst, ist aber noch nicht vollständig definiert.
Sensibilisierung als erster Schritt
Die Befragung ergab: Viele Unternehmen befinden sich in der Sensibilisierungsphase. Mitarbeiter benötigen zunächst Basiswissen zu chemischen Grundlagen, Anwendungen und Sicherheitsaspekten von Wasserstoff.
Sicherheitsschulungen stehen dabei im Vordergrund. Die Studie empfiehlt niedrigschwellige Angebote für den Einstieg in die Technologie. Spezialisierte Schulungen werden erst in späteren Phasen relevant.
Die Studie zeigt auch: Mitteldeutschland verfügt über gute Voraussetzungen für die Wasserstoffwirtschaft. Die Region hat bereits Wasserstoff-Infrastruktur, Forschungseinrichtungen und Erfahrung im Umgang mit dem Energieträger.
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