Neue Rechercheplattform bündelt Wasserstoff-Weiterbildungsangebote

Der Hypos e.V. hat eine digitale Rechercheplattform für wasserstoffbezogene Weiterbildungsangebote gestartet. Das digitale Suchtool für Qualifizierung in der Wasserstoffwirtschaft richtet sich an Fachkräfte, Quereinsteigende und Unternehmen. Das Tool erfasst rund 200 Bildungsprogramme aus Deutschland und dem Ausland.

von | 17.12.25

Grundlage der Plattform ist eine Bestandsaufnahme zum Qualifizierungsbedarf in der mitteldeutschen Wasserstoffwirtschaft aus 2024
KI generiert
Neue Rechercheplattform bündelt Wasserstoff-Weiterbildungsangebote

Das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS und Hypos haben die Plattform für Wasserstoff-Weiterbildungsangebote im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbunds im Projekt Revierwende entwickelt. Grundlage war eine Bestandsaufnahme zum Qualifizierungsbedarf in der mitteldeutschen Wasserstoffwirtschaft aus dem vergangenen Jahr.

Die Übersicht „Way to H2″ konzentriert sich auf vier Regionen: Mitteldeutsches Revier, Lausitzer Revier, Rheinisches Revier und Saarländisches Revier. Während der Entwicklungsphase kamen bundesweite und internationale Angebote hinzu.

Die Plattform bietet Filterfunktionen zur gezielten Suche nach Qualifizierungsangeboten. Nutzer können nach Region, Zielgruppe und Inhalten filtern. Das System steht ab sofort auf der Hypos-Webseite zur Verfügung.

Institutionen können Angebote ergänzen

Die Plattform richtet sich an Studierende, Quereinsteigende und Personalabteilungen. Institutionen können ihre Weiterbildungsangebote selbst in das System eintragen.

Hypos plant für 2026 eine Online-Veranstaltung zur Vorstellung der Plattform. Details dazu gibt der Verein später bekannt.

Studie zeigt Qualifizierungsbedarf in Mitteldeutschland

Die Plattform für die Weiterbildungsangebote basiert auf einer Studie von Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie (IMW) und Hypos aus März 2024. Die Untersuchung analysierte den Qualifizierungsbedarf in der mitteldeutschen Wasserstoffwirtschaft durch 23 Interviews mit Unternehmen, Experten und Betriebsräten.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Fachkräfte vor allem in technischen Berufen fehlen. Besonders betroffen sind die Bereiche Anlagenbau, Montage und Wartung. Der Bedarf an Wasserstoffkompetenz wächst, ist aber noch nicht vollständig definiert.

Sensibilisierung als erster Schritt

Die Befragung ergab: Viele Unternehmen befinden sich in der Sensibilisierungsphase. Mitarbeiter benötigen zunächst Basiswissen zu chemischen Grundlagen, Anwendungen und Sicherheitsaspekten von Wasserstoff.

Sicherheitsschulungen stehen dabei im Vordergrund. Die Studie empfiehlt niedrigschwellige Angebote für den Einstieg in die Technologie. Spezialisierte Schulungen werden erst in späteren Phasen relevant.

Die Studie zeigt auch: Mitteldeutschland verfügt über gute Voraussetzungen für die Wasserstoffwirtschaft. Die Region hat bereits Wasserstoff-Infrastruktur, Forschungseinrichtungen und Erfahrung im Umgang mit dem Energieträger.

 

Zum Weiterbildungsangebot

 

(Quelle: HYPOS/2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

H2-Projekte in Ihrer Region

Mehr als 300 Wasserstoff-Projekte in Deutschland und Europa

Hier geht's zur interaktiven Karte

Siemens digitalisiert 100-MW-Wasserstoffanlage in Portugal
Siemens digitalisiert 100-MW-Wasserstoffanlage in Portugal

Der Technologiekonzern Siemens AG digitalisiert die geplante 100-MW-Anlage „GalpH2Park“ des Energieunternehmens Galp Energia SGPS S.A. im portugiesischen Sines. Mithilfe eines digitalen Prozesszwillings soll die Hydrogen Performance Suite (HPS) die Produktionsplanung und den Energieeinkauf optimieren. Laut Siemens sind dadurch Energieeinsparungen von bis zu 15 Prozent möglich. Nach eigenen Angaben wird die Anlage eine der größten Anlagen für erneuerbaren Wasserstoff in Europa sein.

mehr lesen
Tesa bezieht Wasserstoff von EWE aus Emden
Tesa bezieht Wasserstoff von EWE aus Emden

Der Energieversorger EWE AG und der Klebeband-Hersteller Tesa SE haben Anfang Oktober einen Liefervertrag über jährlich 500 Tonnen erneuerbaren Wasserstoff unterzeichnet. Ab 2028 soll der H2 aus Emden das Tesa Werk Hamburg versorgen und die CO2-Emissionen dort um rund 6.000 Tonnen pro Jahr senken. Eingesetzt werden soll der Wasserstoff im Werk für die Dampferzeugung.

mehr lesen
„Die technische Machbarkeit ist nachgewiesen, die größte Herausforderung liegt im Markthochlauf“
„Die technische Machbarkeit ist nachgewiesen, die größte Herausforderung liegt im Markthochlauf“

Vom Abgassystem zur Brennstoffzelle: Purem by Eberspächer bringt seine Erfahrung aus der Akustik- und Abgasreinigungstechnik gezielt in den Wasserstoffbereich ein. Im Interview erklärt Patrick Schaller, Product Director für Wasserstoffanwendungen und -komponenten, wie der De-Hydrator die Dampfbildung an Brennstoffzellenfahrzeugen reduziert und wie der Hydrogen Recirculation Blower (HRB) durch Rezirkulation von Wasserstoff die Effizienz steigert. Beide Technologien haben bereits erste Praxistests bestanden. Ende Oktober präsentiert Purem by Eberspächer beide Lösungen live auf der Hydrogen Technology World Expo in Hamburg.

mehr lesen

H2 Talk

„Die technische Machbarkeit ist nachgewiesen, die größte Herausforderung liegt im Markthochlauf“
„Wir wollen e-Fuels vom teuren Nischenprodukt zu einer wettbewerbsfähigen Lösung entwickeln“
„Der Mittelstand ist das Kraftwerk unserer Wirtschaft"

Publikationen