Dr. Lars Wiese, Kraftwerksleiter bei Uniper, betonte: „Die Sprengung ist ein sichtbares Zeichen für den Rückbau des früheren Kohlestandorts Scholven. Die Richtung heißt Dekarbonisierung, Versorgungssicherheit und Standortsicherung.”
Verantwortlich für die kontrollierte Sprengung war Sprengmeisterin Ulrike Matthes von der Thüringer Sprenggesellschaft. Im Vorfeld brachten die Sprengexperten 400 Bohrsprenglöcher im Kühlturm an. 60 Kilogramm Sprengstoff ließen dann das Bauwerk in sich zusammenfallen. Vertikalschlitze und Fallschlitze ermöglichten die präzise Fallrichtung und ließen die Überreste an der berechneten Stelle landen. Bereits 2008 sprengte Uniper die Kühltürme G und H mit derselben Technik.
Wasserstoff-Kraftwerk ersetzt Kohleblock
Ein 300-Meter-Sperrbereich sicherte die Sprengung zwischen 9:00 und 13:00 Uhr ab. Die Buerelter- und Feldhauser Straße waren während der Sprengung gesperrt. Uniper stimmte das Sicherheitskonzept mit Behörden, der Stadt Gelsenkirchen, dem Netzbetreiber Amprion und Nachbarunternehmen ab. Anwohner mussten nicht evakuiert werden.
Dr. Martin Hein, Rückbau-Leiter bei Uniper, kündigte weitere Maßnahmen an. Noch in diesem Jahr sollen die Sprengungen des Kesselhauses F und der REA-Anlage folgen. Für 2026 sind weitere Sprengungen auf dem Kraftwerksgelände vorgesehen.
Die 11.000 Tonnen Betonschutt will Uniper vor Ort zu Recyclingmaterial verwerten. Das Material dient zum Verfüllen der entstehenden Baugruben.











