Wasserstoff-Umfrage: Fast ein Drittel…

…der befragten Energie-Unternehmen sieht neben Abgaben und Umlagen fehlende finanzielle Anreize als größtes Hemmnis für klimaneutrale Gase wie Wasserstoff. Ein großer Teil der Energieunternehmen erwartet, dass die wirtschaftliche Bedeutung von Wasserstoff in den kommenden Jahren deutlich steigen wird. Doch aktuell stehen dem aus Sicht der Unternehmen noch fehlende finanzielle Anreize (31 %) und schlechte Rahmenbedingungen […]

von | 25.09.20

Bild: andibreit / pixaby
Bild: andibreit / pixaby

…der befragten Energie-Unternehmen sieht neben Abgaben und Umlagen fehlende finanzielle Anreize als größtes Hemmnis für klimaneutrale Gase wie Wasserstoff.

Ein großer Teil der Energieunternehmen erwartet, dass die wirtschaftliche Bedeutung von Wasserstoff in den kommenden Jahren deutlich steigen wird. Doch aktuell stehen dem aus Sicht der Unternehmen noch fehlende finanzielle Anreize (31 %) und schlechte Rahmenbedingungen (28 %) entgegen. Das zeigt eine BDEW-Umfrage unter 165 Energieunternehmen.

„Für den Aufbau einer dringend benötigten Wasserstoffwirtschaft braucht es Anschub durch die Politik“, sagt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. „Investitionen in Wasserstofftechnologien sind für viele Unternehmen eine Mammutaufgabe. Hier braucht es die Unterstützung des Staates durch geeignete Förderprogramme, die nun schnell auf den Weg gebracht werden müssen. Die Unternehmen stehen zur Umsetzung bereit.“

Damit es für die Unternehmen attraktiver werde, in Wasserstoff und andere klimaneutrale Gase zu investieren, müsse aber auch die Nachfrage angekurbelt werden. So müssten Absatzmärkte erschlossen und Hürden für deren Nutzung abgeschaffen werden.

Die Politik müsse deshalb regulatorische Verlässlichkeit und einen investitionsfreundlichen Rechtsrahmen schaffen, zum Beispiel durch die Weiterentwicklung der CO2-Bepreisung, durch notwendige Anpassungen der Regulierung der Gasnetz-Infrastruktur und durch die Einführung einer Treibhausgasminderungsquote im Wärmesektor, die technologieoffen erneuerbare und dekarbonisierte Gase einbezieht.

„Zudem müssen von Beginn an anwendungsoffen alle Sektoren im Blick behalten werden“, sagt Andreae. „Nicht nur in der Industrie, auch im Wärme- und im Verkehrssektor eröffnen klimaneutrale Gase Lösungen und Optionen dafür, Emissionssenkungen effektiv und kostengünstig zu realisieren.“

Einen umfassenden und sektorübergreifenden Plan für den klimafreundlichen Umbau der Gasversorgung hat der BDEW mit seiner „Roadmap Gas“ in diesem Jahr veröffentlicht.

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