Die Preissenkung gilt für die Standorte Mannheim, Heidelberg, Frankenthal, Ludwigshafen und Düsseldorf-Höherweg. Die fünf Standorte zählen zu den absatzstärksten im Netz von H2 Mobility und bilden Knotenpunkte in regionalen Fokus-Clustern. Die hohe Nachfrage ermöglicht Skaleneffekte, die operative Kosten senken.
Ein weiterer Faktor ist der zunehmende Einsatz von grünem Wasserstoff an diesen Standorten. Bis 2028 will H2 Mobility vollständig auf erneuerbaren Wasserstoff umstellen. Grüner Wasserstoff, der im Sinne der EU-Richtlinie RED III nach RFNBO-Standard zertifiziert ist, ermöglicht über den THG-Quotenhandel die Vermarktung eingesparter Treibhausgasemissionen. Diese Erlöse entlasten die Kostenstruktur, trotz gestiegener Beschaffungskosten infolge geopolitischer Entwicklungen.
CFO Martin Jüngel erklärte: „Mit der Preissenkung an unseren absatzstarken Standorten machen wir die Vorteile des THG-Quotenhandels erstmals konkret für unsere Kunden sichtbar.„
Was die THG-Quote für Wasserstoffmobilität bedeutet
Die THG-Quote verpflichtet Unternehmen im Verkehrssektor zur Reduktion von CO₂-Emissionen. Wer fossile Kraftstoffe einsetzt, muss entweder auf klimafreundliche Alternativen umsteigen oder Quoten zukaufen. Für Betreiber von Wasserstofftankstellen entstehen dadurch zusätzliche Erlöspotenziale aus dem Verkauf von THG-Zertifikaten. Perspektivisch soll der Mechanismus dazu beitragen, grünen Wasserstoff auf ein Preisniveau mit Diesel zu bringen.
Mit einem Beschluss des Bundestags vom Mai 2026 zur Weiterentwicklung der THG-Quote werden die regulatorischen Anforderungen im Verkehrssektor verschärft. Zentral ist die stärkere Verankerung von RFNBOs im Quotensystem. Außerdem wurde eine steigende Mindestquote für erneuerbaren Wasserstoff beschlossen. Diese soll Investitionen in Produktion und Infrastruktur anstoßen und Planungssicherheit für Marktteilnehmer schaffen.
H2 Mobility hat einen „THG-Quotenservice“ für andere Wasserstofftankstellen-Betreiber eingeführt. Das Angebot umfasse die vollständige Abwicklung des Quotenhandels, inklusive Zertifizierung, Bündelung und Vermarktung der CO₂-Einsparungen. So will das Unternehmen auch kleineren Anbietern den Zugang zum THG-Quotenhandel ermöglichen und so den Einsatz von Wasserstoff in der Mobilität ausweiten.
Wasserstoff-Experte David Pflegler erläuterte im Interview mit H₂News die wirtschaftlichen Perspektiven: Ab 2026 könnten Produzenten über den THG-Quotenhandel bis zu 15 Euro pro Kilogramm Wasserstoff erzielen.








