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100 Prozent Wasserstoff im Flugtriebwerk: Testlauf erfolgreich abgeschlossen

Die Fluggesellschaft EasyJet Airline Company Ltd. und der Triebwerke-Hersteller Rolls-Royce Holdings plc haben den Betrieb eines Flugzeugtriebwerks mit Wasserstoff erfolgreich getestet. Ausgelegt ist das Strahltriebwerk auf den Einsatz in Schmalrumpfflugzeugen. Der Bodentest ist das Ergebnis eines mehrjährigen Entwicklungsprogramms, das auf die Reduzierung von CO₂-Emissionen im Luftverkehr abzielt.

von | 19.05.26

Das Flugzeugtriebwerk wurde am Stennis Space Center der NASA getestet.
© Rolls-Royce Holdings plc / EasyJet Airline Company Ltd.
100 Prozent Wasserstoff im Flugtriebwerk Testlauf erfolgreich abgeschlossen

Der Test fand im Stennis Space Center der National Aeronautics and Space Administration (NASA) im US-Bundesstaat Mississippi statt. Zum Einsatz kam ein modifiziertes Pearl-15-Flugzeugtriebwerk von Rolls-Royce, das nach Unternehmensangaben mit voller Startleistung betrieben wurde.

Strahltriebwerk absolviert vollständigen Flugzyklus

Der Bodentest zeigte, dass moderne skalierbare Strahltriebwerke sicher mit Wasserstoff betrieben werden können. Im Rahmen der Tests durchlief das Triebwerk einen vollständig simulierten Flugzyklus – einschließlich Start, Reiseflug und Landung. Zum Einsatz soll es in Schmalrumpfflugzeugen kommen.

Vierjährige Entwicklung mit internationalen Partnern

Der Test ist das Ergebnis eines vierjährigen Entwicklungsprogramms, in dessen Rahmen die Partner die Nutzung von Wasserstoff als Flugkraftstoff untersuchen. Dadurch wollen sie CO₂-Emissionen im Luftverkehr langfristig reduzieren.

Neben EasyJet und Rolls-Royce waren auch weitere Partner beteiligt, darunter das Technologieunternehmen TATA Consultancy Services Ltd. sowie Einrichtungen im Vereinigten Königreich und den USA.

Mehrstufiges Testprogramm seit 2022

Das Programm folgte einem schrittweisen Ansatz. So wurde zunächst im Jahr 2022 der Betrieb eines Flugmotors, dem Rolls-Royce AE2100, mit 100 Prozent grünem Wasserstoff getestet. Die Motortests wurden damals in Großbritannien durchgeführt.

Anschließend folgten Tests in Deutschland: Am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. in Köln konnte ein voll ringförmiger Verbrenner eines Rolls-Royce Pearl-Triebwerks ebenfalls mit 100 Prozent Wasserstoff betrieben werden (H2News berichtete). In diesem Rahmen konnte laut Unternehmensangaben nachgewiesen werden, dass der Treibstoff unter den Bedingungen verbrannt werden kann, die maximalen Startschub darstellen.

Im Zuge der Tests wurde ebenfalls eine Wasserstofftestanlage am Health and Safety Laboratory in England eingerichtet. Im Anschluss erfolgte dann der Einsatz eines wasserstoffbetriebenen Demonstrationsmotors.

Kenntnisse sollen in künftigen Programmen verwendet werden

Im Rahmen des Programms konnten die Unternehmen nach eigenen Angaben Kenntnisse in Wasserstoffverbrennungen, Kraftstoffsystemen sowie Motorintegrationen sammeln. Laut Adam Newman, Chefingenieur des Wasserstoff-Demonstratorprogramms bei Rolls-Royce, soll dieses, weitgehend kraftstoffunabhängige, Wissen in künftigen Programmen angewendet werden.

Eines dieser Programme sei „UltraFan“, mit dem das Unternehmen unter anderem die Kraftstoffeffizienz von Schmalrumpf- und Großraumflugzeugflotten ausbauen will. Die in dem Programm entwickelten Technologien könnten zu 100 Prozent mit Sustainable Aviation Fuels (SAF) betrieben werden. Die Bodentests sind für 2028 geplant.

 

(Quelle: EasyJet Airline Company Ltd./2026)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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