Die European Hydrogen Bank hat die Elektrolyseanlage zuvor positiv bewertet und zur Förderung empfohlen. Alfred Stern, Vorstandsvorsitzender der OMV, bezeichnet die Förderung als starkes Signal für die nachhaltige Energieversorgung am Standort Österreich. Sie unterstützte sowohl die österreichische Wasserstoffstrategie als auch die OMV Strategie 2030. Zusätzlich zu der Förderung investiert die OMV laut eigenen Angaben einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag in das Projekt.
Die 140-Megawatt-Anlage soll Ende 2027 in Betrieb gehen und dann jährlich bis zu 23.000 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren. Sie wird dann zu den fünf größten Elektrolyseanlagen in Europa zählen. Als Energiequellen sollen neben Wind- und Solarenergie auch Wasserkraft den Elektrolyseur versorgen.
Im Oktober 2025 hat die OMV mit dem Bau des Elektrolyseurs begonnen. Dafür haben Vertreter des Unternehmens bereits Ende September den Spatenstich gesetzt.
Eine 22 Kilometer lange Pipeline soll die Elektrolyseanlage direkt mit der OMV Raffinerie Schwechat verbinden. Martijn van Koten, OMV Executive Vice President Fuels und Chemicals, betonte den Beitrag zur Dekarbonisierung der Raffinerie durch die lokale Erzeugung. Der grüne Wasserstoff aus dem Elektrolyseur in Bruck soll in der Raffinerie fossilen Wasserstoff in den Produktionsprozessen ersetzen. So sollen laut OMV bis zu 150.000 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart werden.
Joint Venture mit Masdar geplant
Die OMV und Masdar haben im November 2025 eine Vereinbarung zur Gründung eines Joint Ventures unterzeichnet. Das geplante Gemeinschaftsunternehmen übernimmt Finanzierung, Errichtung und Betrieb der Elektrolyseanlage. Der Abschluss wird für Anfang 2026 erwartet.
Das Joint Venture steht unter dem Vorbehalt der Fertigstellung der finalen Unterlagen. Zudem sind noch die Zustimmung der Anteilseigner und behördliche Genehmigungen erforderlich. Masdar ist ein weltweit tätiges Unternehmen für erneuerbare Energien mit Sitz in Abu Dhabi.










