Generic filters
Exact matches only
FS Logoi

1,7 Milliarden Euro fließen in Wasserstoff-Stahlproduktion

Die Stahl-Holding-Saar Gruppe (SHS-Gruppe) hat die Finanzierung für ihr Transformationsprojekt „Power4Steel“ abgeschlossen. In dem Projekt sollen eine Direktreduktionsanlage und Elektrolichtbogenöfen die klassischen Hochöfen ersetzen. So will der Konzern die CO₂-Emissionen bis 2030 um 55 Prozent reduzieren. Das Finanzierungvolumen beträgt 1,7 Milliarden Euro.

von | 13.10.25

© SHS – Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA
© SHS – Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA
1,7 Milliarden Euro fließen in Wasserstoff-Stahlproduktion

Die SHS-Gruppe mit ihren Beteiligungen Dillinger (AG der Dillinger Hüttenwerke) und Saarstahl (Saarstahl AG) hat die Finanzierung eines der größten Dekarbonisierungsprojekte Europas abgeschlossen. Der Gesamtfinanzierungsumfang von rund 1,7 Milliarden Euro wird von einem Konsortium aus nationalen und internationalen Banken bereitgestellt. Damit ist die Finanzierung des Power4Steel-Projektes zur Dekarbonisierung der Stahlproduktion über die gesamte Laufzeit gesichert.

Die Finanzierung kombiniert Unternehmens- und Investitionsfinanzierung. Die Exportkreditagenturen OeKB aus Österreich und SACE aus Italien sichern den Kredit ab. Eigenmittel und Fördermittel von Bund und Saarland ergänzen die Finanzierung. Die Förderung stammt aus dem 2,6-Milliarden-Euro-Programm für die Transformation der saarländischen Stahlindustrie.

Banken und Berater koordinieren Finanzierung

Die ING fungiert als Documentation Agent. Die UniCredit übernimmt die Rolle des ECA Coordinator und ECA Agent. Die Deutsche Bank arbeitet als Co ECA Coordinator und Intercreditor, Security & Facility Agent. Lazard beriet die SHS bei der Finanzierung. Hogan Lovells unterstützte das Unternehmen rechtlich, Freshfields beriet die Banken.

Stefan Rauber, Geschäftsführer der SHS und Vorstandsvorsitzender von Saarstahl und Dillinger, erklärte: „Die Finanzierung markiert einen Meilenstein nach den Förderzusagen, der Bestellung der Aggregate und der Sicherung von grünem Wasserstoff. Das Projekt zeigt, dass sich Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit verbinden lassen.”

Direktreduktion und Elektrolichtbogenöfen ersetzen Hochöfen

An den Standorten Dillingen und Völklingen entstehen eine Direktreduktionsanlage und zwei Elektrolichtbogenöfen. Die Anlagen ersetzen schrittweise die bestehenden Hochöfen und Konverter. Die wasserstoffbasierte Stahlproduktion reduziert die CO₂-Emissionen bis 2030 um 55 Prozent. Bis 2045 plant die SHS eine klimaneutrale Produktion.

Markus Lauer, Geschäftsführer der SHS und Finanzvorstand von Dillinger und Saarstahl, betonte: „Die Finanzierung zeigt die Zusammenarbeit von Industrie, Finanzwirtschaft und Politik. Sie sichert den Projektablauf und stärkt den Stahlstandort Saarland.”

Christian Lattwein, Finanzleiter der SHS, ergänzt, dass die Finanzierung beweist, dass die Dekarbonisierung der Stahlproduktion realisierbar sei, wenn Industrie, Banken und öffentliche Partner gemeinsam an diesem Ziel arbeiten.

 

(Quelle: SHS – Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA/2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

H2-Projekte in Ihrer Region

Mehr als 300 Wasserstoff-Projekte in Deutschland und Europa

Hier geht's zur interaktiven Karte

Uniper-Studie: Dunkelflauten sind Alltag im deutschen Stromnetz
Uniper-Studie: Dunkelflauten sind Alltag im deutschen Stromnetz

Dunkelflauten sind ein fester Bestandteil des deutschen Stromsystems. Das hat eine Kurzstudie von Uniper gezeigt. In dieser hat das Energieunternehmen die Erzeugungsdaten für Wind- und Solarstrom der Jahre 2016 bis 2025 ausgewertet. Die Zeitreihenanalyse zeigt, dass Dunkelflauten im Schnitt alle drei Tage auftreten und durchschnittlich fast 13 Stunden dauern. Das stellt strukturelle Anforderungen an Speicher, Kraftwerke und Versorgungssicherheit.

mehr lesen
Studie: Gemeinsame Strompreiszone fördert Wasserstoffhochlauf im Norden
Studie: Gemeinsame Strompreiszone fördert Wasserstoffhochlauf im Norden

Eine neue Studie des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE zeigt: Eine gemeinsame Strompreiszone aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Dänemark-West könnte den Wasserstoffhochlauf beschleunigen. Strommarktsimulationen für das Jahr 2030 würden unter anderem aufzeigen, dass die NordicTwinSeaZone (NTSZ) Anreize für Investitionen in flexible Lasten wie Elektrolyseure setzt.

mehr lesen

H2 Talk

Dirk Flandrich, Gascade: „Wasserstoff braucht verlässliche Rahmenbedingungen und mutige Erstnutzer“ Wasserstoff-Kernnetz
„Wer jetzt zweifelt, verhindert Milliarden-Investitionen“ Cluster Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH)
„Ab 2026 könnten wir über den THG-Quotenhandel 15 Euro pro Kilogramm Wasserstoff erzielen“

Publikationen