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200-MW-Elektrolyse in Wilhelmshaven: Uniper konkretisiert Planungen

Uniper konkretisiert sein Wasserstoff-Großprojekt „Green Wilhelmshaven“. Für den Bau der geplanten 200-Megawatt-Elektrolyseanlage hat der Energiekonzern das US-Unternehmen Electric Hydrogen als Technologiepartner ausgewählt. Die ersten Planungsarbeiten haben im Oktober mit einer Pre-FEED-Studie (Front-End Engineering Design) begonnen.

von | 19.11.24

Der JadeWeserPort Wilhelmshaven ist Deutschlands einziger Tiefwasserhafen an der Nordseeküste.
© philippschumach - stock.adobe.com
Green Wilhelmshaven

Wie Uniper am Montag (18. November) meldete, ist Electric Hydrogen der exklusive Technologiepartner von Green Wilhelmshaven. Das Konzept des 2020 gegründeten US-Unternehmens ermögliche eine kosteneffiziente Wasserstoffproduktion durch eine vollständig integrierte Anlagenplanung. Electric Hydrogen hat sich auf die Entwicklung von Elektrolyseanlagen im industriellen Maßstab spezialisiert – in Wilhelmshaven plant Uniper mit 200 MW Kapazität.

Über den Zeitplan für die Fertigstellung der Anlagen sowie das Investitionsvolumen machte Uniper keine Angaben. Eine nun gestartete Pre-FEED-Studie soll die technischen und wirtschaftlichen Grundlagen für die weitere Projektentwicklung liefern.

Für die Wasserstoffproduktion soll nach Angaben von Uniper die PEM-Technologie von Electric Hydrogen zum Einsatz kommen. Für den Betrieb werde die Anlage erneuerbarem Strom aus Windparks nutzen. Der emissionsfrei erzeugte Wasserstoff sei vor allem für Industriekunden bestimmt, insbesondere aus den Bereichen Chemie, Stahl sowie Schiff- und Luftfahrt.

Green Wilhelmshaven verknüpft Elektrolyse und Import

Der geplante Elektrolyseur ist ein Element von Unipers zweiteiligem Großvorhaben am Standort Wilhelmshaven. Neben der Wasserstoffproduktion soll in der niedersächsischen Küstenstadt ein Ammoniak-Importterminal entstehen. Die Elektrolyseanlage wird dabei auf dem Gelände des ehemaligen Uniper-Kohlekraftwerks errichtet, während das Ammoniak-Terminal in unmittelbarer Nähe zum bestehenden LNG-Terminal im Norden der Stadt vorgesehen ist. Die Betreibergesellschaft des LNG-Terminals,  LNG Terminal Wilhelmshaven GmbH (LTeW), ist eine 100%-ige Uniper-Tochter.

Beide Teilprojekte – Elektrolyseanlage und Ammoniak-Terminal – sollen über Pipelines an das geplante Wasserstoffkernnetz sowie an Wasserstoffspeicher in Norddeutschland angebunden werden. Nach Unternehmensangaben könnten die Anlagen einen erheblichen Teil des prognostizierten deutschen Wasserstoffbedarfs decken. Die genauen Kapazitäten nannte der in Düsseldorf ansässige Energiehändler bislang nicht.

Die Bedeutung des Projekts hatte die EU-Kommission im Mai durch die Einstufung als „Project of Common Interest“ (PCI) durch die Europäische Union unterstrichen. Mit „Green Wilhelmshaven“ will Uniper den Standort zu einem zentralen Knotenpunkt für grünen Wasserstoff in Deutschland entwickeln. Das Vorhaben ist Teil der Unternehmensstrategie, die Energieversorgung bis 2040 vollständig zu dekarbonisieren und das Portfolio auf CO2-arme Energieträger umzustellen.

 

(Quelle: Uniper/2024)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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