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350 Millionen Euro Förderung für e-SAF-Anlage in Brandenburg

Die Concrete Chemicals GmbH hat eine Förderung in Höhe von 350 Millionen Euro für den Bau einer e-SAF-Produktionsanlage in Brandenburg erhalten. Die Power-to-Liquid-Anlage in Schwedt soll aus biogenem CO₂ und erneuerbarem Wasserstoff jährlich bis zu 37.000 Tonnen e-SAF herstellen. Das Unternehmen ist ein Joint Venture von Enertrag und Zaffra. 

von | 04.02.26

Ab 2030 schreibt die EU eine Beimischung von 1,2 Prozent e-SAF vor.
© bulentcamci - stock.adobe.com
Sustainable Aviation Fuel SAF

Concrete Chemicals plant Deutschlands größte e-SAF-Anlage im industriellen Maßstab und hat dafür nun die Genehmigung für die Förderung vom Bund und Land Brandenburg erhalten. Das Joint Venture von Enertrag und Zaffra soll nach der Prüfung durch die Europäische Kommission 350 Millionen Euro für den Bau der Anlage in Schwedt erhalten.

Die technische Planung für die Produktionsanlage beginnt jetzt, heißt es in der veröffentlichten Pressemeldung. Concrete Chemicals strebt die Investitionsentscheidung bis 2027 an. Die Produktion soll ab 2030 laufen. Dann sollen dort jährlich 30.000 Tonnen e-SAF und 7.000 Tonnen e-Naphtha produziert werden.

Das Projekt ist auf die Wasserstoffinfrastruktur in Deutschland abgestimmt: Der Standort und das Anlagendesign sollen einen späteren Anschluss an das Wasserstoffkernnetz ermöglichen. Eine tatsächliche Anbindung hängt aber vom Infrastrukturausbau und den Genehmigungen ab.

CO2-Lieferung aus Papierproduktion

Das Joint Venture plant eine Kooperation mit LEIPA Georg Leinfelder. Das Unternehmen stellt in Schwedt Papier- und Kartonprodukte aus Altpapier her und soll das biogene CO₂ liefern.

Die Produktion soll die Beimischungsquoten der ReFuelEU Aviation-Verordnung unterstützen. Ab 2030 schreibt die EU eine Beimischung von 1,2 Prozent e-SAF vor. Durch den Einsatz von e-SAF sollen mindestens 100.000 Tonnen fossiles CO₂ in der Luftfahrt eingespart werden. So soll das Projekt zur Nationalen Strategie für nachhaltige Luftfahrt der Bundesregierung beitragen.

Die Förderung läuft über die Leitlinien für Klima-, Energie- und Umweltschutzbeihilfen (CEEAG) der EU. Ziel ist der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft und die Stärkung der Energiesouveränität.

(Quelle: ENERTRAG/2026)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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