400-MW-Elektrolyseur in Wasserstoffpark Friesland geplant

Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) und die Friesen Elektra Green Energy AG planen eine Produktionsanlage für grünen Wasserstoff in Friesland und haben dafür das Projekt Anker gestartet. Die Wasserstoff-Produktionsanlage in Niedersachsen soll zunächst über eine Elektrolysekapazität von 400 Megawatt verfügen. Ein späterer Ausbau auf 800 Megawatt ist geplant.

von | 16.01.25

Rendering des Wasserstoffparks Friesland
© Friesen Elektra Beteiligungsgesellschaft mbH
400-MW-Elektrolyseur in Wasserstoffpark Friesland geplant

Strategischer Standort nahe Wilhelmshaven gewählt

Das Projekt Anker gehört zum Wasserstoffpark Friesland in Sande. Der Standort der geplanten Elektrolyseanlage befindet sich in direkter Nähe zum Energie- und Industriezentrum Wilhelmshaven und in der Nähe des künftigen deutschen Wasserstoff-Kernnetzes. Darüber hinaus befindet sich dort ein Knotenpunkt von Strom- und Wasserstofftrassen. Der Standort ist direkt angebunden an mehrere Stromleitungen auf Höchstspannungsebene. Die Stromversorgung des Elektrolyseurs in Sande soll über das Stromnetz mit Energie aus Offshore- und Onshore-Windkraft sowie Solaranlagen erfolgen. Durch die Elektrolyseanlage will Friesen Elektra Green Energy AG die erneuerbare Energie im Nordwesten Deutschlands ganzjährig nutzbar machen.

Die 400-MW-Anlage soll jährlich 80.000 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren. Als Abnehmer sind die Stahl- und Chemieindustrie sowie der Transportsektor vorgesehen. Künftig planen die beiden Unternehmen den Ausbau der Wasserstoff-Produktionsanlage. CIP hat eine Verdopplung der Kapazität auf 800 Megawatt angekündigt.

Damit eine gleichmäßige Versorgung der Industrieunternehmen gewährleistet ist, muss der Wasserstoff zwischengespeichert werden. Dazu geeignet sind Salzkavernen, wenige Kilometer vom Wasserstoffpark entfernt.

Friesland ist eine sehr wasserreiche Region, sodass der Bedarf ganzjährig und aus verschiedenen Quellen nachhaltig gedeckt werden kann. Bevorzugt verwendet das Unternehmen Oberflächenwasser, das in Friesland schon seit Jahrhunderten in einem komplexen Entwässerungssystem, den Sielen, gesammelt und in die Nordsee geschöpft wird. Bei anhaltenden Dürreperioden könne das Unternehmen auch Meerwasser zur Versorgung des Elektrolyseurs verwenden.

Deutschland verfügt über großes Potenzial für grünen Wasserstoff

Das Projekt Anker soll durch die Substitution fossiler Brennstoffe durch grünen Wasserstoff die CO₂-Emissionen der Industrieunternehmen in der Region Wilhelmshaven um bis zu 2,4 Millionen Tonnen pro Jahr reduzieren. Die Menge entspricht etwa den Emissionen von etwa 340.000 Haushalten.

Felix Pahl, Partner bei CIP, sieht in dem Projekt einen wichtigen Beitrag zur Klimaneutralität Deutschlands. „Wir sehen trotz der langsamer als erwartet verlaufenden Marktentwicklung weiterhin ein großes Potenzial für grünen Wasserstoff und wir engagieren uns weiterhin für Investitionen in groß angelegte erneuerbare Infrastrukturlösungen zur Dekarbonisierung energieintensiver Industrien.”

Der Energy Transition Fund I (CI ETF I) von CIP ist der größte Greenfield-Fonds für grünen Wasserstoff weltweit. CI ETF I hat ein marktführendes Portfolio von Power-to-X-Projekten aufgebaut, mit rund 6,5 GW Elektrolyseur-Kapazität in seinem Entwicklungsportfolio weltweit.

Zur Projektseite
(Quelle: Copenhagen Infrastructure Partners/2024)

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