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LOI über 50.000m² unterzeichnet: Berlin plant Wasserstoff-Kraftwerk

Die Regierende Bürgermeisterin von Berlin, Franziska Giffey, hat zur Unterzeichnung eines LOI zwischen der HH2E AG und der WISTA Management GmbH ins Rote Rathaus eingeladen.

von | 30.01.23

© Senatskanzlei Berlin
© Senatskanzlei Berlin
HH2E WISTIA Berlin Wasserstoff

30. Januar 2023 | Die Regierende Bürgermeisterin von Berlin, Franziska Giffey, hat zur Unterzeichnung eines LOI zwischen der HH2E AG und der WISTA Management GmbH ins Rote Rathaus eingeladen. Geplant ist der Bau eines Wasserstoff-Kraftwerks.

In der Absichtserklärung vereinbarten Alexander Voigt (Mitbegründer und Vorstandsmitglied von HH2E) und Roland Sillmann (Geschäftsführer der WISTA Management GmbH) die Übergabe von Grundstücksteile im CleanTech Business Park Marzahn an die HH2E AG.

Das LOI bezieht sich auf eine Gesamtfläche von 50.000m² im CleanTech Business Park Berlin-Marzahn (CBP), mit 90 Hektar das nach eigenen Angaben größte zusammenhängende Areal für produzierende Unternehmen in Berlin. Hier soll ein HH2E-Werk entstehen, das ab 2027 Wärme zur Versorgung der anliegenden Unternehmen und Wohnungen aus Wasserstoff gewinnen könnte, der vor Ort erzeugt wird.

Franziska Giffey:

„Wir müssen unsere Energieerzeugung und -speicherung in weiten Teilen umgestalten, damit die Energiewende gelingt. Dies erfordert erhebliche Transformationsanstrengungen. Das Finden geeigneter Flächen zur Errichtung neuer Technologien ist in einer Metropole wie Berlin eine große Herausforderung. Ich freue mich, dass dies im CleanTech Business Park Marzahn erfolgreich gelungen ist.

 

Das dort geplante HH2E-Werk produziert grünen Wasserstoff, aus dem Strom und Wärme gewonnen werden können. Damit könnten 30 Prozent aller Berliner Haushalte, die ans Fernwärmenetz angeschlossen sind, mit warmen Wasser versorgt werden. Zusätzlich sollen rund 120 neue Arbeitsplätze entstehen. Mit der heute beschlossenen Vereinbarung gehen wir einen großen Schritt in Richtung innovativer klimaneutraler Stadt. Ich danke allen Beteiligten für ihr Engagement.“

Luftaufnahme des Geländes in Berlin-Marzahn (Quelle: WISTA GmbH)

Fernwärme aus Wasserstoff für Berlin

Alexander Voigt, Mitbegründer und Vorstandsmitglied von HH2E, sagt:

„Wir haben innovative und konsequente Pläne und haben uns entschieden, die Basis unserer technologischen Entwicklung und unseres Betriebs in Berlin anzusiedeln. Von hier aus wollen wir einen bedeutenden Beitrag zur Energiewende leisten und Deutschland helfen, seine Energiesouveränität zurückzugewinnen.

 

Es gibt Projekte in Berlin, wie die Urban Tech Republic auf dem ehemaligen Flughafen Tegel oder der CleanTech Business Park Berlin-Marzahn, zu denen wir mit unserer Technologie und unserem Know-how im Bereich der grünen Energie einen wichtigen Beitrag leisten können.”

Roland Sillmann, Geschäftsführer der WISTA Management GmbH:

„Ich freue mich sehr, dass sich die HH2E AG im CleanTech Business Park in Marzahn ansiedeln will. Das Unternehmen passt mit seinem Vorhaben, grünen Wasserstoff und Fernwärme zu erzeugen, sehr gut in das Cleantech-Profil des Areals.

 

Wir sind zuversichtlich, dass das Vorhaben nach der heute gemeinsam geschlossenen Absichtserklärung gut voranschreitet und nächstes Jahr die Bauarbeiten beginnen können. Wir werden HH2E auf diesem Weg unterstützen, um die wissensbasierte Reindustrialisierung Berlins auf Basis von Cleantech voranzutreiben.“

 

(Quelle: WISTA GmbH/2023)

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

v.l.n.r. Roland Sillmann (Geschäftsführer der WISTA Management GmbH), Franziska Giffey (Regierende Bürgermeisterin von Berlin) und Alexander Voigt (Mitbegründer und Vorstandsmitglied von HH2E) (Quelle: Senatskanzlei Berlin)

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