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ABB übernimmt Elektro-Engineering für dänischen 1-GW-Elektrolyseur

H2 Energy Esbjerg ApS hat eine 1-GW-Wasserstoff-Produktionsanlage in Esbjerg geplant. ABB hat von dem dänischen Unternehmen den Auftrag erhalten, das grundlegende Elektro-Engineering für die Produktionsanlage und das Wasserstoff-Verteilzentrum in Fredericia in Dänemark bereitzustellen.

von | 24.10.23

ABB ist weltweit in 100 Ländern tätig und hat seinen Hauptsitz in Zürich in der Schweiz
Quelle: ABB
Esbjerg Hydrogen Plant

24. Oktober 2023 | Die H2 Energy Esbjerg ApS hat eine 1-GW-Wasserstoff-Produktionsanlage in Esbjerg geplant. ABB hat von dem dänischen Unternehmen den Auftrag erhalten, das grundlegende Elektro-Engineering für die Produktionsanlage und das Wasserstoff-Verteilzentrum in Dänemark bereitzustellen.

ABB unterstützt laut eigenen Angaben die H2 Energy bei der elektrotechnischen Umsetzung der geplanten Wasserstoff-Produktionsanlage und des Verteilzentrums in Fredericia. Der Energie- und Automatisierungstechnikkonzern werde die Stromverteilung vom Netzanschluss zu den Elektrolyseuren sowie die weitere Verfahrenstechnologie übernehmen.

Die Power-to-X-Anlage soll bis 2027 in Betrieb gehen und werde voraussichtlich bis zu 60 Arbeitsplätze schaffen. Der Wasserstoff wird dort aus Strom von Offshore-Windkraftanlagen produziert. Damit will das dänische Unternehmen vorrangig die Schwerindustrie und den Straßenverkehr dekarbonisieren.

Die Anlage zählt laut ABB zu den größten Wasserstoffprojekten in Europa und soll jährlich bis zu 90.000 t H₂ produzieren, was etwa 1,9 Mio. Barrel Öl entspricht. Damit will das dänische Unternehmen den jährlichen Treibstoffbedarf von mehr als 10.000 Lkw – etwa der Hälfte aller Lkw in Dänemark – und den Bedarf für die Schwerindustrie decken. Darüber hinaus soll der grüne H₂ zur Produktion von E-Fuels wie Methanol und Ammoniak genutzt werden.

„Experte” ABB

ABB sieht sich selbst als Technologieunternehmen, das eine nachhaltigere und ressourceneffizientere Zukunft ermöglicht und will die Wasserstoff-Produktion möglichst kostengünstig machen. Dafür hat das Unternehmen 2022 die Software Ability™ OPTIMAX® vorgestellt. Sie soll die Stromkosten der Wasserstoffproduktion um bis zu 20 % senken.

Im Bereich Wasserstoff-Produktion hat der Konzern bereits Kooperationen mit Unternehmen in Schweden, Norwegen und anderen Teilen Dänemarks. Auch mit dem deutschen Unternehmen Hynamics und dem britischen AFC Energy arbeitet ABB zusammen.

„Es war uns wichtig, mit einem Unternehmen zusammenzuarbeiten, das als Experte für die Steuerung des Energiebedarfs und die Optimierung der Energieeffizienz bei der Produktion von grünem Wasserstoff gilt“, erklärte Julian O’Connell, Projektleiter bei H2 Energy Esbjerg ApS.

Wasserstoff in Dänemark

2021 hatte das dänische Ministerium für Klima, Energie und Versorgungswirtschaft bekannt gegeben, dass Projekte im Umfang von etwa 7 GW bis 2030 angekündigt seien. Werden alle aktuell geplanten Projekte zur Herstellung von grünem Wasserstoff umgesetzt, könnte sich die Produktion laut Global Hydrogen Review bis 2030 auf 24 Mio. t jährlich belaufen.

Deutschland plant, ab 2028 über eine Pipeline grünen Wasserstoff aus dem skandinavischen Land zu beziehen.

Zur dänischen Wasserstoffstrategie
(Quelle: ABB/2023)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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