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ABB und Axpo kooperieren für kostengünstigen Wasserstoff

Das Unternehmen ABB und der Schweizer Energieversorger Axpo werden in Italien modulare Anlagen und ein Betriebsmodell zur Produktion von kostengünstigem grünem Wasserstoff entwickeln. ABB wird dabei ihre Expertise als Anbieterin in den Bereichen Automatisierung, Elektrifizierung und Digitalisierung in der Industrie einbringen und Axpo ihre Erfahrung als etablierte Energieversorgerin. Synergien identifizieren In einem ersten Schritt werden […]

von | 29.06.21

(Foto: ABB)
(Foto: ABB)

Das Unternehmen ABB und der Schweizer Energieversorger Axpo werden in Italien modulare Anlagen und ein Betriebsmodell zur Produktion von kostengünstigem grünem Wasserstoff entwickeln. ABB wird dabei ihre Expertise als Anbieterin in den Bereichen Automatisierung, Elektrifizierung und Digitalisierung in der Industrie einbringen und Axpo ihre Erfahrung als etablierte Energieversorgerin.

Synergien identifizieren

In einem ersten Schritt werden Machbarkeitsstudien durchgeführt, um Möglichkeiten zur Senkung der Betriebskosten und zur Reduktion der Kohlenstoffbilanz zu untersuchen. Auf diese Weise sollen Synergien identifiziert werden, die die Standardisierung, Modularisierung sowie die effiziente und flexible Erzeugung von grünem Wasserstoff unterstützen.

Ein wesentliches Hindernis bei der Nutzung von grünem Wasserstoff sind derzeit die hohen Produktionskosten. Grüner Wasserstoff wird ausschließlich aus erneuerbaren Energien hergestellt und ist heute in der Erzeugung rund sechsmal teurer als grauer Wasserstoff und zwei- bis dreimal teurer als hybrider blauer Wasserstoff. Sowohl bei der Herstellung von grauem als auch blauem Wasserstoff kommen fossile Brennstoffe als Energiequelle zum Einsatz.

Peter Terwiesch, Leiter des Geschäftsbereichs Prozessautomation von ABB: „Als Technologiepartnerin konzentrieren wir uns auf die Bereiche, in denen wir die größte Wirkung erzielen können. Im Rahmen dieses Projekts wollen wir unsere Kompetenzen in der Automatisierung, Elektro- und Digitaltechnologie sowie unsere Branchenexpertise nutzen, um die Kosten für die Wasserstoffproduktion zu minimieren. Das schließt auch die Reduktion der Kosten für den Betrieb der Anlage ein. Nur so können wir das Potenzial von grünem Wasserstoff wirklich ausschöpfen und seinen Einsatz in der Zukunft auf breiter Basis ermöglichen.“

 

Simone Rodolfi, Leiter Origination & Business Development bei Axpo Italia, ergänzt: „Wir sind fest entschlossen, das Potenzial von grünem Wasserstoff in Einklang mit unserer Strategie zur Förderung der Energiewende zu nutzen. Axpo und ABB haben in den vergangenen Jahren bereits intensiv zusammengearbeitet. Die heutige Vereinbarung stärkt diese Beziehung und bietet beiden Unternehmen die Möglichkeit, eine maßgebliche Rolle in diesem vielversprechenden Segment zu spielen.“

Vision eines stabilen Wasserstoff-Ökosystems

Das Projekt ist Teil einer umfassenderen Initiative von ABB, die gemeinsam mit Kunden und Partnern Möglichkeiten und Technologien erkundet, um ein stabiles Wasserstoff-Ökosystem für eine kohlenstoffarme Zukunft aufzubauen. Neben der Zusammenarbeit mit Axpo kooperiert ABB mit Lhyfe, um Steuerungslösungen zur Automatisierung der ersten Produktionsstätte für grünen Wasserstoff in Frankreich zu installieren.

Im asiatisch-pazifischen Raum unterstützt ABB das Projekt Hydrogen Energy Supply Chain (HESC), das darauf abzielt, Wasserstoff sicher und effizient in Australien zu produzieren und anschließend nach Japan zu transportieren. Das Projekt ist eine der weltweit ersten Initiativen, die Verflüssigung und den Transport von Wasserstoff wirtschaftlich zu nutzen.

Des Weiteren arbeitet ABB mit Hydrogen Optimized an der Entwicklung einer integrierten Lösung, die den Einsatz der Starkstrom-Wasserelektrolysetechnologie in Großanlagen zur Erzeugung von umweltfreundlichem Wasserstoff für Anwendungen in den Bereichen Chemie, Energieversorgung und Transport unterstützt.

 

(Quelle: ABB)

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