Die Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) zwischen dem Technologiekonzern Bosch und dem Versorgungsunternehmen Linz AG wurde am 16. Januar 2026 in Linz unterzeichnet. Hierzu waren zusätzlich Vertreter aus Politik und Wirtschaft anwesend, darunter oberösterreichische Landesrat Markus Achleitner sowie der Linzer Bürgermeister Dietmar Prammer.
Das Ziel der Absichtserklärung sei es, mit gemeinsamen Wasserstoffprojekten die Dekarbonisierung der Energieversorgung auszubauen. Zudem wollen die beiden Unternehmen die regionale Wasserstoff-Wirtschaft in Linz fördern.
Nutzung von Wasserstoff aus Elektrolyseprüffeld
Im Fokus der Kooperation stehe die Verwendung des grünen Wasserstoffs, der im Elektrolyseprüffeld des Bosch Engineering Center in Linz erzeugt wird. Die Linz AG will die Einbindung dieser Wasserstoffquelle in das entstehende H2-Startnetz Linz mittels einer neuen Wasserstoff-Leitung prüfen.
Prüfung weiterer Elektrolyseprojekte
Darüber hinaus wollen die zwei Unternehmen Optionen für den Aufbau weiterer Elektrolyseanlagen sowie Potenziale zur Optimierung durch eine gemeinsame Nutzung von Infrastruktur untersuchen. Ein weiterer Fokus liege somit auf der Erprobung eines netzdienlichen Betriebs zur Systemstabilisierung des Stromnetzes und der effizienten Nutzung erneuerbarer Energien.
In diesem Rahmen sollen zudem Forschungspartner eingebunden werden, um technische, wirtschaftliche und ökologische Aspekte wissenschaftlich zu begleiten.
Beitrag zu Nachhaltigkeit in Linz
Laut Prammer trägt die Kooperation zu dem Ausbau der Nachhaltigkeit in der Stadt Linz bei. Auch Achleitner betont: „Diese Partnerschaft zeigt, wie Innovation, Industrie und Energiewende erfolgreich zusammenspielen können. Sie ist damit auch ein wichtiger Schritt für unsere OÖ. Wasserstoff-Offensive 2030. Die Umsetzung erfolgt insbesondere auch über unser OÖ. Wasserstoff-Netzwerk, das bereits 78 Betriebe und Forschungseinrichtungen umfasst, darunter auch die Firma Bosch als wesentlichen Impulsgeber. Grüner Wasserstoff wird eine entscheidende Rolle für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts und den Klimaschutz spielen.“
In den kommenden Monaten soll eine gemeinsame Arbeitsgruppe die technischen, wirtschaftlichen und infrastrukturellen Potenziale analysieren und konkrete Empfehlungen für die nächsten Schritte erarbeiten.










