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Algerien und Deutschland gründen „Wasserstoff-Taskforce“

Bei einem Besuch in Algier hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck eine Absichtserklärung über Lieferung von grünem Wasserstoff aus Algerien nach Deutschland unterzeichnet. Das teilte das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) Ende vergangener Woche mit. Geplant ist die Gründung einer „bilateralen Wasserstoff-Taskforce", in deren Rahmen Deutschland den Aufbau einer Wasserstoffproduktion und -infrastruktur in dem nordafrikanischen Land unterstützt. Bis 2040 will Algerien bis zu 10 % des gesamten EU-Bedarfs an Wasserstoff liefern.

von | 14.02.24

Wasserstoffexporte aus Algerien könnten perspektivisch auch per Pipeline nach Deutschland kommen
© RMedia - stock.adobe.com
Technikforum Rohre

14. Februar 2024 | Bei einem Besuch in Algier hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck eine Absichtserklärung über die Lieferung von grünem Wasserstoff aus Algerien nach Deutschland unterzeichnet. Das teilte das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) Ende vergangener Woche mit. Geplant ist die Gründung einer „bilateralen Wasserstoff-Taskforce“, in deren Rahmen Deutschland den Aufbau einer Wasserstoffproduktion und -infrastruktur in dem nordafrikanischen Land unterstützt. Bis 2040 will Algerien bis zu 10 % des gesamten EU-Bedarfs an Wasserstoff liefern.

Nach Angaben des BMWK werde Deutschland das nordafrikanische Land „insbesondere“ beim Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur und -produktion unterstützen. Zudem sei die Installation einer Pilotanlage zur Produktion grünen Wasserstoffs vorgesehen. Für die algerische Regierung unterzeichnete der Minister für Energie und Bergbau des Landes, Mohamed Arkab, die Absichtserklärung. Habeck betonte in einer Presseerklärung die „enge Energiepartnerschaft“, die beide Länder seit 2015 verbinde:

„Diese wollen wir jetzt erweitern und Algerien darin bestärken, zukünftig verstärkt grünen Wasserstoff zu produzieren, dafür mehr in Solar- und Windenergie zu investieren und somit neue eigene Wertschöpfung zu schaffen. Wir wollen dabei mit Know-How und technischer Expertise unterstützen.“

Deutschland und die EU stünden als potentielle Abnehmer des grünen Wasserstoffs bereit. Nun müsse man „die notwendigen technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für Wasserstofflieferungen zwischen Algerien und Europa“ schaffen.

Algerien als Wasserstoffexporteur

Die algerisch-deutsche Wasserstoff-Taskforce soll „die Rahmenbedingungen für die Produktion, die Speicherung und den Transport von grünem Wasserstoff sowie dessen Derivaten fördern“, so das BMWK. Die Kooperation könne „privatwirtschaftliche Investitionen in beiden Ländern“ unterstützen. Auch die Energiesicherheit Europas sowie die Erreichung der Pariser Klimaziele könnten von der Taskforce profitieren.

Vor Unterzeichnung der Absichtserklärung hatten sich mehrere Minister, Wirtschaftsvertreter und Experten in einem Roundtable über den Ausbau der Erneuerbaren Energien, Wasserstoff, Finanzierung, Transport und Abnahme ausgetauscht. Auch Vertreter der EU-Kommission sowie Italiens, Österreichs und Tunesiens hatten daran teilgenommen – jene Staaten, die im Rahmen des Projektes SoutH2 einen „südlichen H2-Korridor“ aufbauen wollen.

Dieser sieht den Um- und Ausbau der bestehenden Gaspipelines für den Wasserstofftransport von Algerien über Tunesien, Italien und Österreich bis nach Süddeutschland vor. Algerien wolle ein „wichtiger Produzent“ von grünem Wasserstoff werden. Bis 2040 plane das Land, bis zu 10 % des gesamten EU-Bedarfs zu exportieren. Dies könne auch neue Arbeitsplätze vor Ort schaffen und den eigenen Energiesektor schrittweise dekarbonisieren.

 

(Quelle: BMWK/2024)

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