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Ammonia-to-Hydrogen: Unternehmen entwickelt neue Cracker-Technologie

Der britische Brennstoffzellenhersteller AFC Energy hat eine Technologie-Plattform für Ammoniak-Cracker vorgestellt. Mit ihr will das Unternehmen das Potenzial des Wasserstoffträgers Ammoniak im europäischen und asiatischen Energiemarkt erschließen.

von | 28.03.23

© Yellow Boat - stock.adobe.com
© Yellow Boat - stock.adobe.com

AFC Energy gibt an, dass die Entwicklung der Cracker-Technologie eine Reaktion auf den erheblichen Anstieg des Imports von Ammoniak als Wasserstoffträger nach Europa darstelle. Dieser sei vor allem auf die Erdgasknappheit infolge des Ukraine-Kriegs zurückzuführen.

Europa verfüge jedoch noch nicht über die notwendige Infrastruktur, um die zusätzlichen Ammoniakimporte adäquat zu verarbeiten. Konkret mangle es an Cracker-Kapazitäten. Das Ammoniak-Cracking sei eine Technologie, die in den letzten Jahrzehnten auf eine geringe Nachfrage und wenige Investitionen gestoßen ist.

Die Technologie-Plattform von AFC Energy für Ammoniak-Cracker ist ein Teil der s.g. Flex-Fuel-Strategie des Unternehmens. Mit ihr will man den Bedarf an kostengünstiger Wasserstofferzeugung vor Ort decken. Aktuell sei sie konkurrenzlos.

Modularer Ammoniak-Cracker

Durch seinen modulare Aufbau und eine kostengünstige Systemarchitektur könne man die Wasserstoffproduktion des Ammoniak-Crackers leicht skalieren; das Unternehmen spricht von einer Produktionsmenge im Kleinstmaßstab bis hin zu mehreren Mio. t pro Jahr.

AFC Energy führe derzeit Gespräche mit Unternehmen, darunter Schiffseignern, Energieversorger, OEMs und industrielle Wasserstoffverbraucher, um die Marktchancen in der Branche zu prüfen.

Markt für Ammonia-to-hydrogen Produkte

Das britische Unternehmen erwartet einen großen Markt für seine Ammoniak-Cracker-Technologie. Ammoniak wird weltweit als Trägerbrennstoff für Nutzer von Wasserstoffbrennstoffen verwendet, und die IRENA prognostiziert, dass die Nachfrage bis 2030 223 Mio t. erreichen wird – ein massiver Anstieg gegenüber dem heutigen Stand.

Adam Bond, Chief Executive Officer bei AFC Energy, sagte:

„Sauberes Ammoniak hat sich als bevorzugtes Mittel für den Transport von Wasserstoff zu den Endverbrauchern erwiesen, insbesondere in Europa und Asien, und nun zielt AFC Energy auf diese Schlüsselmärkte ab, um eine schnellere und umfassendere Einführung von Wasserstoff zu ermöglichen, wo die Probleme der Speicherung und dem Transport sonst zu kurzfristigen Herausforderungen führen könnten.“

 

(Quelle: AFC Energy/2023)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Laut Le Monde Diplomatique entfällt heute mehr als 1 Prozent des Weltenergiebedarfs auf das Haber-Bosch-Verfahren, in dem aus Stickstoff und erdgasbasiertem grauem Wasserstoff Ammoniak synthetisiert wird (Quelle: tudor-radu/Pixabay)

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