Asahi Kasei wird leitendes Mitglied im Hydrogen Council

Der japanische Technologiekonzern Asahi Kasei ist dem Hydrogen Council beigetreten und wird im Leitungsgremium die Ausrichtung der Organisation mitbestimmen.

von | 02.11.22

02. November 2022 | Der japanische Technologiekonzern Asahi Kasei ist dem Hydrogen Council beigetreten und wird im Leitungsgremium die Ausrichtung der Organisation mitbestimmen.

Die weltweit agierende Plattform hat das Ziel, Wasserstoff bei der Wende hin zur Dekarbonisierung von Wirtschaft und Gesellschaft als zentralen Energieträger zu fördern und entsprechende Initiativen zu unterstützen. Der Hydrogen Council wurde im Januar 2017 gegründet und umfasst mittlerweile fast 150 Unternehmen und Organisationen aus der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette.

Als Steuerungsmitglied im Hydrogen Council wird Asahi Kasei daran arbeiten, die Wasserstoffnutzung weltweit zu erhöhen, indem es mit verschiedenen Unternehmen und Organisationen in der Lieferkette intensiv zusammenarbeitet. Gleichzeitig soll ein eigenes, neues Geschäft für die Realisierung der Wasserstoffgesellschaft aufgebaut werden.

Koshiro Kudo, CEO von Asahi Kasei, erklärt:

„Der Einsatz von Wasserstoff in großem Maßstab ist für die Verwirklichung einer kohlenstofffreien Gesellschaft unerlässlich. Durch die Mitarbeit im Hydrogen Council und dem Aufbau einer Wasserstoff-Wertschöpfungskette werden wir dieses Ziel gemeinsam erreichen.“

„Be a Trailblazer“

Im Rahmen des Strategieplans 2024 hat Asahi Kasei festgelegt, das Wasserstoffgeschäft als eines von zehn definierten Wachstumsbereichen (10 Growth Gears) zu führen. Diese sollen bis 2030 mehr als 70 Prozent des Betriebsergebnisses für den Konzern ausmachen. Diese nächste Wachstumsphase wurde 2022 anlässlich des 100jährigen Firmen-Geburtstages eingeläutet und steht unter dem Motto „Be a Trailblazer“ – Wegbereiter sein.

Asahi Kasei baut derzeit seine Wasserstoffaktivitäten aus. Dabei konzentriert man sich auf die alkalische Wasserelektrolyse zur Produktion von Wasserstoff. Das Unternehmen nutzt hier Erfahrungen mit dem Membranverfahren für die Chloralkali-Elektrolyse.

Erfahrung in der Chloralkali-Elektrolyse seit 1975

Bereits im Jahr 1975 begann Asahi Kasei mit der ersten kommerziellen Chloralkaliproduktion unter Einsatz des Membranelektrolyseverfahrens und ist heute zudem ein führender Komplettanbieter von Schlüsselkomponenten, einschließlich Katalysatoren, Elektroden und Membranen.

Der Konzern hat im Rahmen eines von der japanischen ‚New Energy and Industrial Technology Development Organization (NEDO)‘ geleiteten Projekts ein alkalisches Wasserelektrolysesystem im 10-MW-Maßstab auf dem ‚Fukushima Hydrogen Energy Research Field (FH2R)‘ installiert. Seit 2020 hat das Unternehmen zudem mehrere Probebetriebe durchgeführt. Die Planungen sehen vor, auf der Grundlage der im FH2R gewonnenen Erfahrungen bis 2025 ein weitaus leistungsfähigeres System mit mehreren 10-MW-Modulen in Betrieb zu nehmen

 

(Asahi Kasei/2022)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Im März 2020 nahm das Unternehmen sein 10-Megawatt-(MW)-Einzelstapel-Alkali-Wasser-Elektrolysesystem auf dem Fukushima Energy Research Field (FH2R) in Namie, Fukushima, Japan, in Betrieb (Quelle: Asahi Kasei)

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