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Aufträge im Gigawattbereich: Plug Power erschließt Europa

Plug Power erschließt Europa: Das US-amerikanische Hersteller von PEM-Elektrolyseuren hat mehrere Bestellungen von europäischen Unternehmen erhalten. Der produzierte Wasserstoff soll dabei in verschiedenen Industrieanwendungen zum Einsatz kommen: Glasherstellung, Aluminiumrecycling und Stahlproduktion Zudem expandiert das Unternehmen in Finnland, wo Aufträge über insgesamt 2,2 GW Kapazität vergeben worden seien. 

von | 01.06.23

Plug Power wurde 1997 in Latham, New York gegründet
Plug Power Inc.
Plug Power wurde 1997 in Latham, New York gegründet

31. Mai 2023 | Plug Power erschließt Europa: Das US-amerikanische Hersteller von Brennstoffzellen und PEM-Elektrolyseuren hat mehrere Bestellungen von europäischen Unternehmen erhalten. Der produzierte Wasserstoff soll dabei in verschiedenen Industrieanwendungen zum Einsatz kommen: Glasherstellung, Aluminiumrecycling und Stahlproduktion Zudem expandiert das Unternehmen in Finnland, wo Aufträge über insgesamt 2,2 GW Kapazität vergeben worden seien.

Bis 2030 will die Europäische Union 10 Mio. t grünen Wasserstoff pro Jahr produzieren. Ein Großteil davon soll in verschiedenen Industriebranchen zum Einsatz kommen. Aktuell sieht es so aus, als würde Plug sich mit seinen Elektrolyse-Stacks und -Anlagen einen signifikanten Teil des Marktes reservieren.

Grüner Wasserstoff für verschiedene Industrien

  • Herstellung von Grünglas: Das schwedische Unternehmen Ardagh Glass Limmared AB mit Sitz bei Göteborg bezeichnet sich als einzigen großen Hersteller von Glasverpackungen Skandinaviens. Die Schweden wollen einen Fokus auf nachhaltige Verpackungslösungen logen. Daher will das Unternehmen bis Ende des Jahres 2,1 t grünen Wasserstoff pro Tag produzieren, der einen Teil des heute verwendeten Erdgases ersetzt. Ardagh wird Wasserkraft nutzen, um Wasserstoff aus dem Elektrolyseur von Plug anzutreiben.

 

  • Aluminium-Recycling: Hydro Havrand, eine Tochter des Aluminiumriesen Norsk Hydro ASA, will ebenfalls seinen Betrieb mit grünem Wasserstoff dekarbonisieren. Im Aluminiumrecyclingwerk im norwegischen Hoyanger wird Hydro laut Plug Power bis Juni 2024 ein 5-MW-Elektrolyseur-Modul errichten. Der Elektrolyseur werde das im Brenner des Werks verwendete Erdgas durch 2,1 t grünen Wasserstoff pro Tag ersetzen. Die Muttergesellschaft Norsk Hydro verfügt seit den 1950er Jahren über Erfahrung mit grauem Wasserstoff – nun wendet man sich dem grünen Pendant zu.

 

  • Stahlproduktion: In Bremen liefert Plug der Apex Group aus Rostock den Elektrolyseur für das hyBit-Projekt. Hier soll er zur Produktion von grünem Stahl im Werk von ArcelorMittal Bremen beitragen. Plug wird dafür bis Ende dieses Jahres zwei 5-MW-Elektrolyseur-Module mit einer Kapazität von 4,2 t grünen Wasserstoff pro Tag ausliefern.

 

2,2 GW Produktionskapazität in Finnland geplant

Darüber hinaus entwickelt Plug zufolge einer aktuellen Pressemeldung drei Wasserstoffanlagen in Finnland. Bis 2030 sollen sie insgesamt 50 t grünen Wasserstoff pro Tag produzieren, was einer Kapazität von 2,2 GW entspräche. Die endgültige Investitionsentscheidung erwarte das Unternehmen 2025/2026.

Der an den finnischen Standorten produzierte grüne Wasserstoff soll vorrangig der Produktion von Ammoniak und direkt reduziertem Eisen (DRI) dienen. Plug spricht im Zusammenhang mit den drei Projekten von extrem großen Investitionen.

Andy Marsh, CEO von Plug, hat bei einer Unterzeichnungszeremonie in Helsinki die Zusage dreier finnischer Gemeinden erhalten. Die Standorte seien strategisch günstig, da sie große Mengen erneuerbarer Energien (primär Wind- und Wasserkraft aufweisen

  • Kokkola: In der Hafenstadt sollen mit 1 GW Elektrolysrkapazität jährlich 85 t flüssigen grünen Wasserstoffs und bis zu 700 kt Ammoniak erzeugt werden. Beides ist nach Angaben von Plug für den lokalen Gebrauch sowie für den Export via Schiff nach Westeuropa bestimmt.

 

  • Kristinestad: Die 1-GW-Elektrolyseanlage in der Nähe eines ehemaligen Kohlekraftwerks soll grünen Wasserstoff für die Produktion grünen Stahls (2,0 Mio. t/Jahr DRI) erzeugen. Anschließend werde es vom Hafen Kristinestad aus exportiert.

 

  • Porvoo: Dieser Standort soll bis 2030 bis zu 100 t pro Tag produzieren. Zum Einsatz komme er in der lokalen Mobilität; zudem soll er über eine Pipeline nach Westeuropa exportiert werden.

 

Stack-Rekordproduktion im Q1 2023

Des Weiteren meldete Plug im April 2023 eine Rekordproduktion seiner PEM-Elektrolyseur-Stacks. 122 MW-Stacks seien hergestellt worden; zudem habe man fast 1.000 Stacks mit insgesamt 5,7 MW für Spezialanwendungen ausgeliefert.

„Plug betritt mit dieser Reihe von Branchenneuheiten Neuland, die unsere Vision einer grünen Wasserstoffwirtschaft untermauern“, erklärtAndy Marsh.

 

„Wir waren mutig genug, das erste 5-MW-Elektrolyseur-Modul der Branche zu entwickeln und zu bauen. Die Kunden stürzen sich jetzt auf seine ganzheitlichen, kompakten und einfach zu installierenden Eigenschaften.“

 

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

 

(Quelle: Plug Power/2023)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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