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Baustart für Bayerns größten Elektrolyseur

Im oberfränkischen Wunsiedel beginnt der Bau für die größte bayerische Anlage zur Erzeugung von grünem Wasserstoff. Der Elektrolyseur hat eine Leistung von knapp neun Megawatt und soll aus Ökostromüberschüssen jährlich bis zu 1.350 Tonnen des treibhausgasneutralen Gases erzeugen.

von | 13.07.21

© AA+W - stock.adobe.com
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INES Wasserstoffspeicher

13.07.2021 Im oberfränkischen Wunsiedel beginnt der Bau für die größte bayerische Anlage zur Erzeugung von grünem Wasserstoff. Der Elektrolyseur hat eine Leistung von knapp neun Megawatt und soll aus Ökostromüberschüssen jährlich bis zu 1.350 Tonnen des treibhausgasneutralen Gases erzeugen. Beim Spatenstich waren auch Ministerpräsident Markus Söder und Staatsminister Hubert Aiwanger vor Ort. Das Vorhaben ist eine Kooperation von Siemens, des Lichtenfelser Gaslieferanten Rießner Gase und der Stadtwerke Wunsiedel (SWW Wunsiedel). Rechtliche und wirtschaftliche Unterstützung kam vom Beratungsunternehmen Sterr-Kölln & Partner. In Betrieb gehen soll die Wasserstofferzeugungsanlage Mitte 2022.

Stromüberschüsse nutzen

Die 10.000-Einwohner-Stadt erzeugt rund 100 Prozent ihrer Energie aus Sonne, Wind und Biomasse. Dabei fallen immer öfter Überschüsse an. Mit Hilfe eines Elektrolyseurs wird der Strom dann in Wasserstoff umgewandelt. Hauptabnehmer für den Wasserstoff soll die Industrie sein, viele Akteure haben bereits Interesse bekundet. Versorgt werden soll künftig die Region Nordbayern, Thüringen und der angrenzende Westen Tschechiens. Die Anlage, die jährlich über 15.000 Tonnen CO2 vermeidet, trägt außerdem dazu bei, Netzengpässe zu entschärfen und das Stromnetz zu stabilisieren.

Zur Verwirklichung der Pläne haben die drei Partner die Betreibergesellschaft „WUN H2“ gegründet. Siemens Energy liefert den Elektrolyseur, Rießner kümmert sich um den Vertrieb, die SWW sind für die Einbindung in die lokale Energieinfrastruktur zuständig. Damit alles reibungslos über die Bühne gehen kann, leistetet Sterr-Kölln & Partner eine umfassende rechtliche und wirtschaftliche Beratung des Kooperationspartners SWW Wunsiedel. Dazu gehörte die Gründung der Projektgesellschaft unter Berücksichtigung der Vorgaben für kommunale Unternehmen, die Begleitung der Entscheidungsfindung sowie die Prüfung der Kreditverträge.

„Die Erzeugung von Wasserstoff ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg, die Energieversorgung der Region vollständig erneuerbar und klimaneutral zu gestalten“, sagt Steffen Kölln, Geschäftsführer und Leiter der Sparte Unternehmensberatung. „Denn für eine erneuerbare Energieversorgung braucht es Speicher. Die SWW Wunsiedel sind mit der neuen Wasserstofferzeugungsanlage einer der Vorreiter in Deutschland.“

 

Quelle: Sterr-Kölln & Partner

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Spatenstich für den Elektrolyseur mit Ministerpräsident Markus Söder. (Fotos: Sterr-Kölln & Partner)

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