Der bayerische Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sowie stellvertretender Ministerpräsident von Bayern Hubert Aiwanger hatte im Mai den Standort Zolling besucht. Dabei wurde die gemeinsame Absichtserklärung über das geplante Kraftwerk unterzeichnet.
Gesetzesentwurf sieht Kapazitätsmarkt vor
Die Anlage soll im Rahmen des Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetzes (StromVKG) entstehen. Den Gesetzesentwurf hatte die deutsche Bundesregierung im Mai beschlossen.
Der Entwurf sieht einerseits die Einführung eines Kapazitätsmarktes vor. Damit soll der Bedarf für eine sichere Versorgung mit Strom ab 2031 gedeckt werden. Bereits in den nächsten 12 Monaten sollen steuerbare Kapazitäten im Umfang von insgesamt 11 GW ausgeschrieben werden.
Andererseits werde die Versorgungssicherheit durch ein Resilienzkriterium weiter ausgebaut. So werde sichergestellt, dass die zunächst ausgeschriebenen Langzeitkapazitäten beziehungsweise ihre wesentlichen Bauteile hauptsächlich im Europäischen Wirtschaftsraum gefertigt werden.
Anlage soll Lastspitzen abdecken
Die Anlage soll künftig einen Beitrag zur Stabilität des Energiesystems in Bayern leisten. Insbesondere in Zeiten geringer Einspeisung aus erneuerbaren Energiequellen soll sie Lastspitzen abdecken sowie die Stromversorgung im südbayerischen Raum unterstützen.
Aiwanger erklärte, neue Gaskraftwerke seien nötig, um eine sichere und bezahlbare Energieversorgung in Bayern zu gewährleisten. Durch den Kernenergieausstieg und den Rückbau der Kohleverstromung gewännen Gaskraftwerke vor allem in Süddeutschland zunehmend an Bedeutung. Mit der geplanten wasserstofffähigen Anlage solle der Standort Zolling nun über das Jahr 2031 hinaus gefestigt werden.
Im Februar 2025 wurde der kommerzielle Betrieb des Kohleblocks 5 des Kraftwerks Zolling eingestellt. Die Anlage befinde sich jedoch noch bis März 2031 in der Netzreserve.
Onyx Germany fordert verlässliche gesetzliche Rahmenbedingungen
Roman Ritter, Kraftwerksleiter und Geschäftsführer bei Onyx Germany, betonte, moderne und flexible Kraftwerke würden künftig eine relevante Rolle für das Gelingen der Energiewende spielen. Für die Realisierung des Projekts brauche es jedoch verlässliche gesetzliche Rahmenbedingungen als auch funktionale Ausschreibungsmechanismen.










