Über die Bewilligungsbehörde Go.Rheinland GmbH fließen rund 8,6 Millionen Euro in den Grundstückserwerb, die Herrichtung des Geländes sowie die Herstellung der Abstellanlageflächen. Ein weiterer Bescheid des Landes Nordrhein-Westfalen über rund 20,9 Millionen Euro ist unter anderem für die Errichtung der Wasserstofftankstelle, den Elektrolyseur und die Ladeeinrichtungen für Elektrobusse vorgesehen. Das Gesamtprojekt habe ein Investitionsvolumen von rund 60 Millionen Euro. Kosten- sowie Zeitplan würden nach eigenen Angaben und aktuellem Stand eingehalten. Der Bau hatte im September 2025 begonnen (H2News berichtete).
Der Grüne Mobilhof soll eine Inspektionshalle, ein Parkdeck sowie ein Verwaltungsgebäude umfassen. Darüber hinaus sollen eine Fahrzeugwaschanlage, ein Buscarport und eine Wasserstofftankstelle mit eigener H2-Produktion entstehen. Der Mobilhof soll Platz für über 40 Busse bieten; 32 Busstellplätze würden mit E-Ladesäulen ausgestattet.
Wasserstoff wird grün produziert
Technisches Kernstück sei die Wasserstoffanlage mit einer Tankstelle und einem Elektrolyseur zur H2-Herstellung. Der Elektrolyseur soll 36 Kilogramm Wasserstoff pro Stunde produzieren können. Dies sei genug für etwa zwei Tankfüllungen von Wasserstoffbussen. Ein Wasserstoffbus-Tank besitzt in der Regel ein Fassungsvermögen von 16 Kilogramm.
Der Strom für die Wasserstoffproduktion soll ausschließlich aus erneuerbaren Quellen stammen, darunter Windkraft- und Photovoltaikanlagen. Die bei der Produktion entstehende Abwärme soll am Mobilhof als Nahwärme für die Gebäude genutzt werden und zudem die Zufahrt zu dem Betriebshof sowie die Waschanlage frostfrei halten.
Die Dachflächen der Gebäude sollen sowohl begrünt als auch mit Photovoltaikanlagen versehen sein. Über die Solarzellen könne der Eigenbedarf an Strom des Grünen Mobilhofs gedeckt werden; mit Ausnahme des Elektrolyseurs. Produziert die Photovoltaikanlage über den Eigenbedarf hinaus einen Überschuss, werde dieser mithilfe von Batterien zwischengespeichert und dann zum Laden der E-Busse genutzt. Darüber hinaus soll im Rahmen des Vorhabens Niederschlagswasser über die Dächer aufgefangen und zur Bewässerung der Grünanlagen vor Ort eingesetzt werden. Die Fahrzeugwaschanlage soll zudem mit einem geschlossenen Wasserkreislauf versehen werden; das Waschwasser werde innerhalb dieses Kreislaufs aufbereitet.
H2-Einheit soll Ende 2026 fertiggestellt sein
Nach den Bodenarbeiten sollen nun die Rohbauarbeiten im kommenden Herbst abgeschlossen werden. Als erster Bestandteil des Grünen Mobilhofes soll Ende des Jahres die Wasserstoffeinheit fertiggestellt werden und anschließend ihren Betrieb aufnehmen. Der Abschluss der Arbeiten an den Gebäudekomplexen ist für Mitte 2027 geplant.











