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Betriebsstart der industriellen Wasserstoffproduktion in Salzgitter

Salzgitter AG, Avacon und Linde starten den Betrieb einer industriellen Wasserstoffproduktion auf Basis von Strom aus Windkraft. Mit der Inbetriebnahme des Sektorkopplungsprojekts „Windwasserstoff Salzgitter – WindH2“ wird auf dem Gelände des Hüttenwerks in Salzgitter künftig grüner Wasserstoff erzeugt. Die neu errichteten Anlagen wurden 11. März 2021 in Salzgitter der Öffentlichkeit vorgestellt. Zugegen waren u. a. […]

von | 12.03.21

Vorstellung der neuen Anlagen in Salzgitter
Bild: Salzgitter AG

Salzgitter AG, Avacon und Linde starten den Betrieb einer industriellen Wasserstoffproduktion auf Basis von Strom aus Windkraft. Mit der Inbetriebnahme des Sektorkopplungsprojekts „Windwasserstoff Salzgitter – WindH2“ wird auf dem Gelände des Hüttenwerks in Salzgitter künftig grüner Wasserstoff erzeugt.

Die neu errichteten Anlagen wurden 11. März 2021 in Salzgitter der Öffentlichkeit vorgestellt. Zugegen waren u. a. Staatssekretär Andreas Feicht, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (in Vertretung für Peter Altmaier MdB, Bundesminister für Wirtschaft und Energie); Dr. Bernd Althusmann, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitales; Olaf Lies, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz; Dr. Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender E.ON SE; Marten Bunnemann, Vorstandsvorsitzender Avacon AG sowie Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann, Vorstandsvorsitzender Salzgitter AG.

Windkraft für die Wasserstoffproduktion

WindH2 bildet einen zentralen Baustein des von der Salzgitter AG entwickelten Technologieprojektes Salcos – Salzgitter Low CO2 Steelmaking ab. Avacon, ein Unternehmen der E.ON-Gruppe, betreibt auf dem Gelände der Salzgitter AG sieben neu errichtete Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt 30 Megawatt. Die Salzgitter Flachstahl GmbH hat zentral auf dem Werksgelände zwei Siemens 1,25 Megawatt-PEM-Elektrolyse-Einheiten installiert, die pro Stunde rund 450 m3 hochreinen Wasserstoff erzeugen werden. Schon heute wird in der Stahlherstellung Wasserstoff für Glühprozesse und in den Feuerverzinkungsanlagen eingesetzt. Der Industriegasproduzent Linde liefert das Gas zurzeit per Lkw und wird auch künftig die kontinuierliche Versorgung des Wasserstoffbedarfs absichern. Sämtliche Anlagen sind derzeit im Probebetrieb.

Integration in die Prozesse eines Hüttenwerks

Mit “WindH2“ wollen die Partner Know-how sowie Erfahrungen mit der Vor-Ort-Produktion von Windstrom und Wasserstoff, sowie deren Integration in die komplexen Abläufe und Prozesse eines integrierten Hüttenwerks sammeln.

Die Kosten für das gesamte Projekt – Errichtung der Windräder und der Wasserstoffanlagen inklusive deren Einbindung in die bestehenden Leitungsnetze – belaufen sich auf rund 50 Mio. Euro. Der Bau der Elektrolyse wurde von der KfW gefördert.

 

(Quelle: Salzgitter AG)

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