BP hat im Dezember 2024 die finale Investitionsentscheidung (FID) für den 100-MW-Elektrolyseur in Lingen getroffen. Das Projekt „Lingen Green Hydrogen“ (LGH2) wird im Rahmen des IPCEI-Programms der EU gefördert und ist Teil des Wasserstoff-Großvorhabens GET H2 Lingen.
Nun hat der Mineralölkonzern den Auftrag für die Vorfertigung, Montage und Installation von Rohrleitungen und Anlagenkomponenten an Bilfinger vergeben. Der Industriedienstleister soll zudem HVAC-Systeme installieren und die Wärme- und Kältedämmungsarbeiten durchführen.
Die Wasserstoffanlage soll auf einem 34.000 m2 großen Grundstück entstehen (die Fläche entspricht etwa viereinhalb Fußballfeldern). Bereits seit dem Jahreswechsel 2024/2025 rollen auf dem Grundstück die ersten Baufahrzeuge, hieß es in einer im Juni 2025 veröffentlichten Pressemeldung. Die 20 PEM-Elektrolyse-Stacks erwarte die Raffinerie im Laufe des Jahres 2026. Der Einbau der einzelnen Elemente soll dann schrittweise erfolgen.
Lingen entwickelt sich zum Wasserstoff-Standort
Bilfinger integriert am Standort Lingen bereits einen 100-MW-Elektrolyseur für RWE. Die Anlage ist auch Teil des Wasserstoffprojektes GET H2.
Die 100-MW-Anlage soll neben der BP-Raffinerie in Lingen entstehen und dort zur emissionsärmeren Kraftstoff-Produktion eingesetzt werden. Zusätzlich soll der Elektrolyseur unmittelbar an das Kernnetz angeschlossen werden. So will BP den produzierten Wasserstoff Industriekunden zur Verfügung stellen.
Thomas Schulz, Vorstandsvorsitzender von Bilfinger, bezeichnet die Zusammenarbeit als Meilenstein in der Unternehmensstrategie. Bilfinger will nach eigenen Angaben die Nummer 1 für Kunden bei Effizienz und Nachhaltigkeit sein. Durch den zweiten Großauftrag für eine Elektrolyseanlage in Lingen baut das Unternehmen seine Dominanz auf dem Markt weiter aus.









