BMW hat einen neu entwickelten Wasserstoff-Flachspeicher für sein Wasserstoffauto, den iX5 Hydrogen, vorgestellt. Das System besteht aus sieben parallel geschalteten Hochdrucktanks aus kohlenstofffaserverstärktem Verbundmaterial, die in einem Metallrahmen integriert sind. Ein zentrales Hauptventil steuert die gesamte Einheit.
Die flache Bauform des Tanks orientiert sich an den geometrischen Vorgaben der neuen BMW X5-Plattform. Der Flachspeicher ist mit der Hochvoltbatterie der sechsten Generation kompatibel. Dadurch entsteht kein zusätzlicher Platzverlust im Fahrzeuginnenraum.

Das neue Tanksystem besteht aus sieben Hochdrucktanks (© BMW Group)
Die Tankkonstruktion nutzt den mechanischen Schutz der Fahrzeugstruktur, was der Automobilhersteller als sicherheitsrelevanten Vorteil gegenüber freistehenderen Bauweisen bewertet. Auf die Entwicklung des Speicherkonzepts entfallen nach Unternehmensangaben mehrere Patentanmeldungen.
Fünf Antriebsvarianten auf einer Plattform
Die Architektur der neuen X5-Baureihe erlaubt es, fünf verschiedene Antriebsvarianten auf derselben Produktionslinie zu fertigen: batterieelektrisch, Plug-in-Hybrid, konventionelle Verbrenner sowie mit einer Brennstoffzelle. Einheitliche geometrische Vorgaben für Energiespeicher und Antriebskomponenten reduzieren dabei die technische Komplexität und die Produktionskosten.
Der iX5 Hydrogen ist mit der dritten Generation der eigenen Brennstoffzellentechnologie ausgestattet. Das Fahrzeug verfügt zudem über die Antriebs- und Fahrwerkssteuerungssoftware Heart of Joy sowie die BMW Dynamic Performance Control.
Das Unternehmen plant die breite Einführung des iX5 Hydrogen ins Produktionsnetzwerk für 2028. Die Entwicklung erfolgt im Rahmen des Projekts HyPowerDrive, das über das IPCEI-Programm Hy2Move gefördert wird. Das Bundesministerium für Verkehr stellt dafür 191 Millionen Euro bereit, das Bundesland Bayern ko-finanziert das Projekt mit 82 Millionen Euro.










