Generic filters
Exact matches only
FS Logoi

BMW setzt auf Wasserstoff-Logistik in Regensburger Werk

Die BMW Group hat eine komplette Transformation der Produktionslogistik in ihrem Werk in Regensburg geplant. Bis 2030 will das Unternehmen die Produktionslogistik am Standort vollständig auf Wasserstofftechnologie umstellen.

von | 04.12.24

Einer der 230 elektroangetriebenen Gabelstaplern im Werk in Regensburg
© BMW Group
BMW setzt auf Wasserstoff-Logistik in Regensburger Werk

Die BMW Group setzt in der Produktionslogistik in ihrem Werk in Regensburg auf Wasserstoff und investiert dafür umfassend in Wasserstoff-Infrastruktur. Bereits ab 2026 will das Unternehmen am Standort in Bayern wasserstoffbetriebene Produktionslogistik einsetzen. Dafür werden bis Anfang 2026 ein zwei Kilometer langes Leitungsnetz und sechs dezentrale Tankstellen installiert. In speziellen Trailern wird der Wasserstoff angeliefert und zwischengespeichert.

Bis 2030 sollen wasserstoffbetriebene Routenzüge und Gabelstapler bei Transport- und Logistikaufgaben eingesetzt werden. Dies umfasst das Presswerk, den Karosseriebau und die Fahrzeugmontage, in der beispielsweise die benötigten Komponenten und Einzelbauteile am richtigen Verbauort bereitgestellt werden müssen.

Aktuell sind 230 Routenzug-Schlepper und Gabelstapler im Regensburger Werk im Einsatz. Projektleiterin Katharina Radtke geht davon aus, dass nach der vollständigen Umrüstung der jährliche Wasserstoffverbrauch bei rund 175 Tonnen liegen wird.

Vorteile der Wasserstofftechnologie

Die 230 Routenzug-Schlepper und Gabelstapler werden derzeit mit Elektroantrieben betrieben. Der Umstieg bietet mehrere logistische Vorteile. Aktuell müssen die Batterien der Logistikfahrzeuge pro Schicht zweimal gewechselt werden. Der Wechsel dauert etwa 15 Minuten und erfordert Kranunterstützung.

Die wasserstoffbetriebene Alternative können in kurzer Zeit betankt werden – ähnlich wie konventionelle Kraftfahrzeuge. Die Tankstellen sollen direkt in den Produktionsbereichen installiert werden und benötigen nur eine minimale Fläche.

Armin Ebner, Werkleiter in Regensburg, betont: „Die Umstellung trägt zur Entwicklung unserer BMW iFACTORY, einer digitalen und nachhaltigen Fabrik der Zukunft, bei.“

Die Umstellung erfolgt kontinuierlich und soll bis 2030 abgeschlossen sein. BMW will damit seine Strategie demonstrieren, Produktionslogistik durch innovative Mobilitätslösungen zu optimieren und gleichzeitig den Energiemix im Werk zu erweitern.

(Quelle: BMW Group/2024)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

H2-Projekte in Ihrer Region

Mehr als 300 Wasserstoff-Projekte in Deutschland und Europa

Hier geht's zur interaktiven Karte

H2-Betankung ohne Vereisung: Technische Lösungen für störungsfreie Abläufe
H2-Betankung ohne Vereisung: Technische Lösungen für störungsfreie Abläufe

Aufgrund von Vereisung können während der Wasserstoffbetankung Probleme hinsichtlich Sicherheit und Funktion des Betankungssystems auftreten. Die Carl Kurt Walther GmbH & Co. KG (Walther-Präzision) erläutert im Fachbeitrag, wie die Eisbildung bei H₂-Betankungen vermieden werden kann – dabei spielt unter anderem die thermische Isolation eine Rolle.

mehr lesen
H2-Lkw-Initiative: Scania, Hyundai und Hyliko ersetzen Iveco und Shell
H2-Lkw-Initiative: Scania, Hyundai und Hyliko ersetzen Iveco und Shell

Das EU-geförderte Projekt H2Accelerate Trucks hat drei neue Partner gewonnen. Scania Pilot Partner, Hyundai Hydrogen Mobility Germany und Hyliko steigen ein, nachdem die Gründungsmitglieder die Iveco Group und Shell ausgestiegen sind. Die Initiative gilt als eines der größten europäischen Vorhaben für emissionsfreien Schwerlastverkehr mit Wasserstoff und Brennstoffzellen. Bis 2026 sollen 125 Wasserstoff-Lkw in sechs europäischen Ländern eingesetzt werden.

mehr lesen
Wasserstofftankstelle für Busse in Deutschland geplant
Wasserstofftankstelle für Busse in Deutschland geplant

Die Cavendish Hydrogen A/S (Cavendish Hydrogen) plant die Umsetzung einer Wasserstofftankstelle im Westen Deutschlands. Das Unternehmen will dabei mit Everfuel A/S (Everfuel) zusammenarbeiten. Die Tankstelle soll in den Jahren 2026 und 2027 errichtet werden und ist für Wasserstoffbusse vorgesehen. Das Vorhaben findet im Rahmen eines Engineering, Procurement and Construction (EPC)-Vertrags statt.

mehr lesen

H2 Talk

„NRW bringt beste Voraussetzungen als Wasserstoff-Knotenpunkt mit“
„Für die klimaneutrale Klinkermanufaktur kommt nur Wasserstoff in Frage”
Kyocera: „Komponenten für die Wasserstoffproduktion sind der größte Engpass im Hochlauf”

Publikationen