Das Wärmebehandlungsunternehmen Härterei Reese Bochum arbeitet seit 75 Jahren mit Wärmebehandlungsverfahren wie Einsatzhärten, Nitrieren und Randschichthärten. Diese Verfahren erforderten Temperaturen bis zu 950 Grad Celsius sowie große Ofenanlagen. Für die Prozesse benötige der Standort jährlich rund 20 Millionen kWh Gas und 10 Millionen kWh Strom.
Wasserstoffversorgung über Pipeline
Die kleineren und mittelgroßen Anlagen des Unternehmens würden bereits elektrisch betrieben werden. Bei den großen Anlagen werde darauf geachtet, dass Brenner eingesetzt werden, die sich sowohl für Erdgas als auch für Wasserstoff eigneten.
Um den Wasserstoff bereitzustellen, könnten Wasserstoffbündel eine Option darstellen. Geschäftsführer Jörg Döllekes erklärt im Gespräch mit dem Wasserstoffnetzwerk Hydrogen Metropole Ruhr jedoch: „Das Problem ist aber, dass die Mengen so groß sind, dass wir für unsere Ofenanlagen ganz Bochum-Riemke mit Wasserstoffbündeln vollstellen müssten, um die Energiesicherheit da zu gewährleisten. Insofern wird uns in Zukunft nur eine Leitung, wie eine Gasleitung helfen, die dann auch mit Wasserstoff versorgt wird.“
Versorgungs- und Preissicherheit im Fokus
Für die Härterei sei bei der Energienutzung die Versorgungssicherheit entscheidend. Außerdem würde die Preissicherheit für die Kunden eine bedeutende Rolle spielen. Dazu wäre aus Sicht des Unternehmens unter anderem eine OPEX-Förderung (Operational Expenditures) von Vorteil.
Der Begriff „OPEX“ zielt auf die variablen und fixen Betriebskosten ab. Zu diesen zählen die Kosten für Energie, Wasser sowie Wartung und Betrieb von Wasserstoffanlagen.








