Vom 12. bis 16. August findet das Boomtown Festival auf dem Matterley Estate in Hampshire statt. Die wasserstoffbetriebene Hydro XL Bühne soll bis zu 20.000 Zuschauer pro Show fassen. Gegenüber dem Pilotprojekt aus dem Vorjahr, bei dem die Hydro Bühne eine Kapazität von 8.000 Besuchern hatte, entspricht das einem Kapazitätszuwachs von 150 Prozent. Die wasserstoffbetriebene Bühne 2025 wurde von Hydrologiq betrieben. Sie verbrauchte 250 kg Wasserstoff und vermied dabei 8.530 kg CO₂-Emissionen.
Technologiepartner für die Wasserstoffversorgung ist GeoPura. Das Unternehmen erzeugt grünen Wasserstoff durch Elektrolyse auf Basis von Solar- und Windkraft. Die Hydrogen Power Units (HPU)-Systeme des Unternehmens kombinieren Brennstoffzellentechnologie mit Batteriespeichern. Das produzierte Kondensationswasser ist laut Festivalgründer Luke Mitchell so rein, dass es trinkbar sei. Mitchell erklärte, ihn habe die Stille hinter der Bühne im Vorjahr überzeugt: Dort, wo normalerweise laute Dieselgeneratoren laufen, sei nichts als Wasserdampf gewesen. Außerdem entfallen damit Abgase und CO₂-Emissionen vollständig.
Die Hydro XL Arena befindet sich im Downtown-Bereich des Festivals, auf dem früheren Origins-Gelände, das für 2026 als futuristisches Industriequartier namens Metropolis neugestaltet wurde. Die Bühne übernimmt zudem die Eröffnungs- und Abschlussshows des Festivals und ist damit programmatisch ins Narrativ von „Chapter 5: Radical Redesign“ eingebettet.
Hydro XL als Blaupause für die Branche
Das Musikprogramm der Hydro XL umfasst Skrillex, Four Tet, Groove Armada, Floating Points, Marlon Hoffstadt und DJ EZ sowie Brutalismus 3000, 999999999, Sherelle, Folamour und Notion. Die Tickets sind bereits ausverkauft.
Mitchell betonte die strategische Bedeutung der Partnerschaft mit GeoPura über Boomtown hinaus: Das Ziel sei, die Technologie als Vorbild für die gesamte Veranstaltungsbranche zu etablieren und andere Akteure mit ausreichend Ressourcen zu einer Investition in grüne Wasserstofftechnologie zu bewegen.
GeoPura und Boomtown wollen das Projekt als Machbarkeitsnachweis für emissionsfreien Betrieb auf Mainstage-Niveau positionieren. Ob sich das Modell auf andere Großveranstaltungen übertragen lässt, wird die Saison 2026 zeigen.







