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Braunkohlekonzern liefert Wasserstoff für ÖPNV in Cottbus

Die „Wasserstoffregion Lausitz" wird konkret: Der Braunkohlekonzern LEAG will die Cottbusverkehr GmbH mit grünem Wasserstoff versorgen. Mit dem Gas soll ein Teil der Cottbusser Busflotte betrieben werden. Darüber haben die Unternehmen einen Kooperationsvertrag geschlossen. Die umgebenden Landkreise planen ähnliche Projekte. 

von | 11.05.23

Unterzeichneten den Kooperationsvertrag: Ralf Thalmann, Geschäftsführer der Cottbusverkehr GmbH, der Cottbuser Oberbürgermeister Tobias Schick, LEAG-Vorstandsvorsitzender Thorsten Kramer und LEAG-Vorstand Produktion Dr. Philipp Nellessen (v.l.n.r.)
LEAG

11. Mai 2023 | Die „Wasserstoffregion Lausitz“ wird konkret: Der Braunkohlekonzern LEAG will die Cottbusverkehr GmbH mit grünem Wasserstoff versorgen. Mit dem Gas soll ein Teil der Cottbusser Busflotte betrieben werden. Darüber haben die Unternehmen einen Kooperationsvertrag geschlossen. Die umgebenden Landkreise planen ähnliche Projekte.

Die LEAG werde den grünen Wasserstoff nach eigenen Angaben am Betriebshof des ÖPNV-Unternehmens selbst produzieren. Den Aufbau der dazu notwendigen Infrastruktur wollen die Unternehmen gemeinsam finanzieren.

Der Kooperationsvertrag sieht die Errichtung eines Elektrolyseurs mit einer Kapazität von zunächst 1 MW (18 kg H2 pro Stunde) und der ersten Wasserstofftankstelle in der Lausitz am Standort des Betriebshofes von Cottbusverkehr vor.

Da im Zuge einer modularen Erweiterung des Elektrolyseurs mittelfristig von einem H2-Überschuss am Standort Cottbus ausgegangen wird, ist die LEAG-Tochter Transport- und Speditionsgesellschaft Schwarze Pumpe mbh (TSS GmbH) Logistikpartner des Projekts.

Wasserstoff als Treiber des regionalen Strukturwandels

Bei der Vorstellung des Kooperationsvertrages in der letzten Woche waren auch die Landkreise Elbe-Elster, Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße zugegen. Denn das H2-Regionenprojekt habe zum Ziel, in Cottbus und den Landkreisen jeweils einen Elektrolyseur und eine Wasserstofftankstelle zu errichten. Damit soll eine Grundlage für Wasserstofftechnologie in der Lausitz und ein Anreiz zum Einstieg in die Wasserstoffmobilität geschaffen werden.

„Grünstrom in einer neuen Qualität ist die Grundlage für den erfolgreichen Strukturwandel der Lausitz. Das Energiesystem der Zukunft wird auf Erneuerbare ausgerichtet sein. Wir brauchen Technologien als Sicherheit bei schwankender Einspeisung von Wind- und Sonnenstrom. Deshalb werden wir zusätzlich zu unseren Großbatterien weitere großtechnische Energiespeicher und steuerbare Backup-Kapazitäten errichten“, erklärt der LEAG-Vorstandsvorsitzende Thorsten Kramer.

 

„Teil dieses Konzeptes ist die Produktion von Grünem Wasserstoff – als Speichermedium und umweltfreundlicher Energieträger. Er ist der klimaneutrale Treibstoff, Energieträger und das Speichermedium der Zukunft.“

Projekt „Wasserstoffregion Lausitz“ wird konkret

Heiko Jahn, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH.

„Das H2-Regionenprojekt ist unser erstes Projekt überhaupt. Zweieinhalb Jahre Qualifizierungsprozess mit vielen Hürden liegen hinter uns. Es hat sich gelohnt – auch dank einer Vielzahl von Institutionen, die dieselbe Zielstellung hatten. Wir sehen hier, dass die Region an einem Strang zieht.“

Ralf Thalmann, Geschäftsführer der Cottbusverkehr GmbH:

„Bislang war die „Wasserstoffregion Lausitz“ ein recht abstrakter Begriff. Mit der Wasserstoffproduktion, der dazugehörigen Wasserstofftankstelle und der kommenden Nutzung in wasserstoffangetriebenen Bussen in Südbrandenburg wird sie erstmals erlebbar. Damit beginnt ein neues Kapitel in der Lausitz!“

 

(Quelle: LEAG/2023)

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