Im Zentrum der Partnerschaft stehe der NM20-Brennstoffzellenstack von Ekpo. Der Stack soll in einen Wasserstoff-Lkw integriert sowie unter realen Einsatzbedingungen validiert werden. Akkodis will dabei Engineering-Leistungen wie die Entwicklung des vollständigen Brennstoffzellensystems und dessen Integration in die bestehende Lkw-Plattform übernehmen.
Hintergrund sei nach Unternehmensangaben die Erkenntnis, dass viele Anwendungen im Schwerlastverkehr erst im realen Fahrbetrieb vollständig bewertet werden könnten. Ergänzend zu Prüfstandsversuchen soll der Wasserstoff-Lkw daher im Einsatz bei einem Logistikunternehmen Betriebsdaten liefern und zeigen, wie sich der Stack im Zusammenspiel mit einem vollständigen Fahrzeug- und Antriebssystem bewährt.
Die Entwicklung und Kommerzialisierung des NM20-Stacks wird im Rahmen des europäischen Förderprogramms IPCEI (Important Project of Common European Interest) unterstützt. Ekpo selbst wurde 2020 als Joint Venture von dem deutschen Technologiekonzern ElringKlinger AG und dem französischen Automobilzulieferer OPmobility S.A. gegründet.
NM20-Stack soll Lkw mit bis zu 360 kW antreiben
Der NM20 sei nach Angaben von Ekpo der leistungsstärkste Brennstoffzellenstack im eigenen Portfolio und zudem speziell für Heavy-Duty-Anwendungen entwickelt worden. Er erreiche eine Leistung von bis zu 400 kW bei einer Lebensdauer von etwa 25.000 Betriebsstunden. Im Demonstrationsfahrzeug soll ein One-Stack-One-System-Ansatz zum Einsatz kommen: Ein einziger NM20-Stack soll den Lkw antreiben und damit eine Systemleistung von bis zu 360 kW bei Wirkungsgraden bis zu 61 Prozent erreichen.
Akkodis will die Entwicklung, Integration und den Aufbau des gesamten Antriebsstrangs verantworten. Darunter fallen unter anderem die Systemarchitektur, die Hochvoltintegration sowie das Thermomanagement. Die entwickelten Betriebskonzepte sollen anschließend in Steuergerätesoftware überführt werden. Hinzu würden die hardware- und softwareseitige Integration in das Fahrzeug und die anschließende Inbetriebnahme des Gesamtsystems kommen.
Erkenntnisse sollen in weitere Anwendungsfelder fließen
Die im Projekt gewonnenen Daten sollen über die Erprobung eines einzelnen Fahrzeugs hinaus gehen. Sie sollen Erkenntnisse darüber liefern, wie Brennstoffzellensysteme in Fahrzeugarchitekturen integriert, gesteuert und im realen Betrieb abgesichert werden können.
Perspektivisch könnten die Erkenntnisse nach eigenen Angaben auch auf weitere Anwendungsfelder übertragen werden, darunter die stationäre Energieversorgung, Schifffahrt und Off-Highway-Maschinen.









