Der Vertrag über die Transportkapazitäten mache den industriellen Wasserstoffbedarf am Chemiestandort Burghausen sichtbar. Er setze zugleich einen Impuls für den Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur im bayerischen Chemiedreieck.
„Wasserstoff wird für die Transformation der Chemieindustrie eine wichtige Rolle spielen. Mit der Reservierung von Transportkapazitäten schaffen wir bereits heute eine Grundlage dafür, unseren Standort Burghausen langfristig auf die Nutzung von klimaneutralem Wasserstoff vorzubereiten“, sagte Dr. Christian Hartel, CEO von Wacker .
Wasserstoff dient Wacker bereits heute als Rohstoff. Das Unternehmen setzt ihn für die Herstellung von Polysilicium und pyrogener Kieselsäure ein. Wacker sieht grünen Wasserstoff als Baustein für die Transformation der Chemieindustrie. Das Unternehmen bereitet seine Standorte auf die künftige Nutzung vor und investiert in Infrastruktur und Partnerschaften.
Vorrausetzungen für die Transformation
Neue Verfahren sollen fossile Rohstoffe schrittweise ersetzen. Grüner Wasserstoff eröffnet zudem die Nutzung von CO₂ als Rohstoff und verändert damit Stoffkreisläufe in der Produktion.
Hartel nennt ausreichende Mengen und wettbewerbsfähige Preise als Voraussetzung für die künftige Nutzung. Eine leistungsfähige Infrastruktur bildet dafür die Grundlage.
HyPipe one verbindet Burghausen mit internationalen Quellen
Bayernets setzt mit dem Projekt HyPipe one einen ersten Baustein für die Anbindung des Standorts Burghausen um. Der Standort liegt im bayerischen Chemiedreieck, nahe der österreichischen Grenze.
HyPipe one ermöglicht die Anbindung an internationale Wasserstoffquellen und Importkorridore. Dabei kommt dem SoutH2 Corridor Bedeutung zu: Die Route transportiert Wasserstoff aus Nordafrika über Italien und Österreich nach Bayern und weiter in das deutsche Wasserstoff-Kernnetz.
Die Leitung gehört zum genehmigten deutschen Wasserstoff-Kernnetz und misst rund 15 Kilometer. Sie verbindet künftige Wasserstoffquellen in Gendorf mit industriellen Abnehmern in Burghausen. Damit bildet sie einen ersten Baustein für den weiteren Ausbau des Wasserstoffnetzes im bayerischen Chemiedreieck.
Das Wasserstoff-Cluster Burghausen gehört heute zum europäischen PCI-Projekt „HyPipe Bavaria – The Hydrogen Hub“. Es zählt zudem zum deutschen Wasserstoff-Kernnetz.











