Rolls-Royce Power Systems hat ein Energiesystem mit seinen beiden ersten Wasserstoff-BHKW im Duisburger Hafen eröffnet. Das meldete das britische Unternehmen am Dienstag (8. Juli). Die beiden BHKW basieren auf weiterentwickelten 12-Zylinder-Gasmotoren der Baureihe 4000. Sie stellen jeweils eine elektrische Leistung von knapp 1 MW (931 kW= sowie eine thermische Leistung von 748 kW bereit.
Dabei sind die Mini-Kraftwerke Teil eines emissionsarmen Energiesystems: Neben den BHKW besteht es aus zwei mtu-Brennstoffzellensystemen vom Typ PEM mit jeweils 600 kW elektrischer Leistung, einem mtu EnergyPack-Batteriespeicher (1,5 MW/1,6 MWh) und einer 1,3 MWp-Photovoltaikanlage.
„Die Eröffnung dieses CO₂-neutralen Energiesystems im Duisburg Gateway Terminal ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer klimafreundlicheren, resilienten Energieversorgung“, erklärte Dr. Jörg Stratmann, CEO von Rolls-Royce Power Systems, in der Pressemeldung.
Hybrides Energiesystem mit intelligentem Management
Ein intelligentes Energiemanagementsystem koppelt die Komponenten zur Versorgung der Verbraucher auf dem Terminal – darunter Krananlagen, Ladesäulen und Landstrom.
„Unser Microgrid läuft zuverlässig und zeigt, dass es möglich ist, so ein großes Hafenterminal völlig autark mit grüner Energie zu versorgen“, so Alexander Garbar, Head of Corporate Development Duisport.
Das 33 Fußballfelder große Terminal hat einen jährlichen Strombedarf von 3.500 MWh und einen Wärmebedarf von 77 MWh. Die PV-Anlage auf 10.000 m² Fläche erzeugt 1.123 MWh pro Jahr.
„Leuchtturmprojekt“ für den Wasserstoff-Einsatz
Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt Enerport II gilt nach Angaben der Projektpartner als Modell für andere Häfen, Infrastrukturprojekte und Industrieanlagen. Zu den Projektpartnern gehören das Fraunhofer Institut UMSICHT, Westenergie Netzservice GmbH, Netze Duisburg GmbH sowie die Stadtwerke Duisburg AG und deren Energiehandel-Tochter.
„Nachhaltigkeit ist ein integraler Bestandteil unserer Unternehmensstrategie und damit Verpflichtung, verantwortungsvoll und zukunftsgerichtet zu agieren. Mit diesem autarken und CO₂-neutralen Energiesystem haben wir zudem einen klaren Wettbewerbsvorteil“, erklärte Markus Bangen, CEO der Duisburger Hafen AG.
Rolls-Royce arbeitet bereits an der nächsten Generation seiner BHKW: Im Rahmen des Phoenix-Projekts (Performance Hydrogen Engine for Industrial and X) entwickelt ein Konsortium aus sechs Partnern Technologien für noch effizientere H₂-Motoren. Diese sollen künftig die gleiche elektrische Energie erzeugen wie verfügbare Erdgas-BHKWs im größeren Leistungsbereich bis 2,5 MW.
(Quelle: Rolls-Royce/2025)










