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Daimler Truck integriert grünen Stahl in Elektro-Nutzfahrzeug

Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck Holding AG hat das batterieelektrische Müllfahrzeug „ReECONIC“ präsentiert. Teile des Fahrzeugs bestehen aus grünem Stahl, der von der Saarstahl AG hergestellt wurde. Der Stahlkonzern setzt nach eigenen Angaben bei der Produktion unter anderem auf Wasserstoff und die Weiterverwertung von Stahlschrott.

von | 21.05.26

Das Abfallsammelfahrzeug „ReECONIC“.
© Mercedes-Benz Trucks / Daimler Truck Holding AG
Daimler Truck AG integriert grünen Stahl in Elektro-Nutzfahrzeug

Gemeinsam mit 32 Partnern hat Daimler Truck das Mercedes-Benz Fahrzeug „ReECONIC“ entwickelt. Ziel des Projekts ist es, den Einsatz ressourcenschonender Materialien in der Fahrzeugproduktion zu demonstrieren und den Weg hin zu geschlossenen Materialkreisläufen und einer möglichen Serienfertigung zu ebnen. Saarstahl lieferte im Rahmen des Vorhabens grünen Stahl als Vorprodukt für die Achse des Konzeptfahrzeugs.

Rezyklatanteil von 96 Prozent

Der für die Achse eingesetzte Stahl wurde im Elektrostahlwerk „Ascoval“ in Frankreich produziert. Die Herstellung fand in einem Elektrolichtbogenofen statt. Die anschließende Weiterverarbeitung zu Stabstahl erfolgte dann am Standort im deutschen Völklingen.

„Der Stahl für die Achse wurde von uns unter dem Einsatz von Schrott hergestellt. Der Rezyklatanteil beträgt 96 Prozent“, erklärte Dr. Nadine Artelt, Sales Director bei Saarstahl.

Grüner Stahl soll CO2-Emissionen senken

Grüner Stahl bezeichnet Stahl, der mit reduzierten CO2-Emissionen produziert wird. Wird beispielsweise grüner H2 eingesetzt, so fallen im Laufe der Herstellung keine CO2-Emissionen an. Zum Vergleich: Bei einer Stahlproduktion mit Koks, einer spezifischen Art von Kohle, entstehen zwischen 1,6 und 2,2 Tonnen CO2 pro Tonne Stahl.

Das „Handlungskonzept Stahl“, das 2020 von der Bundesregierung verabschiedet wurde, sieht die Transformation des Sektors vor. So soll die Stahlproduktion schrittweise auf eine CO2-arme sowie bis spätestens 2050 auf eine CO2-freie Herstellung umgestellt werden. Dazu sieht das Handlungskonzept unter anderem den Ersatz von Kokskohle mit Wasserstoff vor.

„Power4Steel“ hat CO2-Neutralität zum Ziel

Saarstahl ist gemeinsam mit der AG der Dillinger Hüttenwerke und der gemeinsamen Tochtergesellschaft Rosega Roheisen- und Rohstoffgesellschaft Saar mbH im Dekarbonisierungsprojekt „Power4Steel“ aktiv. Das Vorhaben zielt auf CO2-Neutralität im Jahr 2045 ab. Dazu wollen die Unternehmen in der Produktion auf Wasserstoff, Elektro-Stahlerzeugung sowie die Weiterverwertung von Stahlschrott setzen.

Im Dezember 2023 wurde die Projektförderung in Höhe von 2,6 Milliarden Euro durch Bund und Saarland seitens der Europäischen Kommission freigegeben.

 

(Quelle: SHS – Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA/2026)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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