DB Cargo will Wasserstoff auf der Schiene transportieren

DB Cargo will zukünftig dringend benötigen Wasserstoff per Güterzug transportieren. Dieses Konzept stellt eine effiziente Alternative zu Pipelines für Wasserstoff dar

von | 12.09.22

© Peeradontax - stock.adobe.com
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Deutsche Bahn

12. September 2022 | DB Cargo will zukünftig dringend benötigen Wasserstoff per Güterzug transportieren. Dieses Konzept stellt eine effiziente Alternative zu Pipelines für Wasserstoff dar. Denn die sind größtenteils noch nicht vorhanden.

Den Bedarf an Wasserstoff schätzt die Bundesregierung bis ins Jahr 2030 auf rund 100 Terawattstunden jährlich ein. Zum Vergleich: der Gesamt-Stromverbrauch in Deutschland lag zuletzt bei rund 580 Terawattstunden pro Jahr.

„Wasserstoff wird eine gewichtige Rolle im künftigen Energiemix spielen. Es gibt derzeit viele neue Initiativen, wie grüner Wasserstoff auf dem Seeweg nach Deutschland kommt“, sagt Dr. Sigrid Nikutta, Chefin der DB Cargo AG und Vorstand Güterverkehr des DB-Konzerns. „

 

Wir haben dafür eine Lösung entwickelt, die den Wasserstoff einfach und effizient von den Häfen zu den Verbrauchern im Hinterland bringt, vor allem zu unseren Industriekunden. So schaffen wir für die deutsche Wirtschaft eine sichere und leistungsfähige Lieferkette.

 

Das deutsche Schienennetz ist ein Umweltnetzwerk mit mehr als 35.000 Kilometer Streckenlänge. Allein DB Cargo bedient dabei mehr als 2.100 Schnittstellen, Kundenanschlüsse, Terminals und Binnenhäfen. Grüner Wasserstoff braucht grüne Logistik – und das können wir heute schon bieten.“

Transport im flüssigen Zustand

Wasserstoff, der nach Deutschland importiert wird, ist in der Regel nicht gasförmig, sondern in Flüssigkeiten gebunden. Dadurch kann er unkompliziert und effizient per Seeschiff transportiert werden. DB Cargo hat in Zusammenarbeit mit Energieversorgern ein Konzept für den Transport zu Empfängern, weitab von Seehäfen entwickelt.

Der Wasserstoff wird in dieser Flüssigkeits-Bindung belassen. Damit können die üblichen Kesselwagen im Schienengüterverkehr genutzt werden. Sie sind heute schon vielfach für die chemische Industrie im Einsatz. Erst dort, wo Wasserstoff als Energiespender eingesetzt werden soll, wird das Ladegut wieder in seine Bestandteile „gecrackt“, der Wasserstoff separiert und als Energieträger genutzt.

DB Cargo beteiligt sich an vielfältigen Lösungen zur Wasserstoff-Logistik. Die größte europäische Güterbahn ist auch Mitgesellschafterin des „Reallabor Burghausen ChemDelta Bavaria“ – einer gemeinnützigen Gesellschaft im bayerischen Chemiedreieck. Die Zukunftstechnologie Wasserstoff wird hier im Industriealltag erprobt.

Ebenso engagiert sich die DB Cargo bei der Entwicklung innovativer Wasserstoff-Container und testet die Logistik von reinem Wasserstoff. Diese Lösung ist sinnvoll, wenn es um die kleinteilige Verteilung von reinem Wasserstoff an dezentrale Kunden und Anwender geht – beispielsweise Wasserstoff-Tankstellen.

Von DB Cargo wird auch die Belieferung der Wasserstoffzüge von DB Regio organisiert, die derzeit auf verschiedenen Linien im Praxisbetrieb getestet werden.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Zug der DB Cargo zum Wasserstofftransport (Quelle: DB Cargo)

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