Auf der Bahnstrecke Mühldorf–Burghausen ist der Verkehr von drei wasserstoffbetriebenen Zügen vorgesehen. Dazu plant der Energieversorger DB Energie den Bau einer Wasserstoff-Schienentankstelle samt Elektrolyseanlage. Der hierzu benötigte Wasserstoff soll vor Ort aus erneuerbaren Energien hergestellt werden. Das Projekt, was im Auftrag der Südostbayernbahn (SOB) erfolgt, soll am Bahnhof Mühldorf am Inn in Südostoberbayern entstehen.
Gefördert wird das Vorhaben im Rahmen der „Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe im Schienenverkehr“ mit 3,8 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Verkehr.
Die Bahnstrecke Mühldorf-Burghausen ist Teil des RegioNetz SOB. Ziel des Projekts ist somit nach Unternehmensangaben eine nachhaltige Gestaltung des Regionalverkehrs.
Bereits umgesetzte Wasserstoffprojekte
Das Vorhaben baue auf bisherige Projekte von DB Energie im Wasserstoffbereich auf. So wurde im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts „H2goesRail“ einerseits bereits eine mobile Wasserstofftankstelle für den Schienenverkehr entwickelt und ein Jahr lang im Innovations-Hub des Unternehmens in Tübingen getestet (H2News berichtete).
Darüber hinaus betreibt das Unternehmen seit Ende 2024 im Auftrag des Eisenbahnverkehrsunternehmens Bayerische Regiobahn GmbH eine mobile Wasserstofftankstelle in Augsburg.
Inbetriebnahme im Dezember 2026
Das Projekt soll durch das Mobilitätsunternehmen NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger PtJ umgesetzt werden.
Des Weiteren erhielt das Wasserstoffunternehmen LIFTE H2 nach einer europaweiten Ausschreibung den Auftrag für die Errichtung der Wasserstoff-Schienentankstelle. Die Inbetriebnahme ist für Dezember 2026 vorgesehen.







