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Delegation aus Oman sondiert Wasserstoff-Kooperation mit VNG

Eine Wirtschaftsdelegation um den Energieminister des Sultanats Oman, Salim Al Aufi, hat gestern (18. März) die Zentrale der VNG AG in Leipzig besucht. Im Fokus der Gespräche standen das Thema Wasserstoff sowie die aktuellen Bedingungen für einen Markthochlauf in Deutschland und Europa. 

von | 19.03.24

v.l.n.r.: Hans-Joachim Polk, VNG AG; Ulf Heitmüller, CEO VNG AG; Michael Kretschmer, Ministerpräsident Sachsen, Salim Al Aufi, Energieminister Oman; H. E. Maitha Al Mahrouqi, Botschafterin Oman und H. E. Pankaj Khimji, Industrieministerum Oman
© Eric Kemnitz/VNG
Oman

19. März 2024 | Eine Wirtschaftsdelegation um den Energieminister des Sultanats Oman, Salim Al Aufi, hat gestern (18. März) die Zentrale der VNG AG in Leipzig besucht. Im Fokus der Gespräche standen nach Angaben des mitteldeutschen Gashändlers das Thema Wasserstoff sowie die aktuellen Bedingungen für einen Markthochlauf in Deutschland und Europa. Im Anschluss stand ein Besuch des Energieparks Bad Lauchstädt auf dem Programm.

Laut VNG fokussierten sich die Gespräche mit der omanischen Wirtschaftsdelegation auf Wasserstoffbedarfe in der Region Mitteldeutschland sowie die Möglichkeiten des Sultanats, künftig grünen Wasserstoff zu exportieren. Weiterhin habe man über die technischen Anforderungen der Wasserstoffwirtschaft gesprochen, etwa die unterirdische Speicherung in Salzkavernen.

Des Weiteren sei im Beisein weiterer Unternehmen und des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer die künftige wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Mitteldeutschland und dem Oman thematisiert worden.

Oman „von besonderem Interesse“

VNG-Geschäftsführer Ulf Heitmüller betonte, dass der Oman wegen seines Potenzials und seiner Ambitionen zur Herstellung von grünem Wasserstoff „von besonderem Interesse“ sei. Die VNG brauche im Zuge ihrer „unternehmerischen Transformation“ von Erdgas hin zu grünen Gasen internationale Kooperationen. Als Wasserstoffexporteur könnte der Oman einen Beitrag für die Versorgungssicherheit der Region leisten. Vor rund einem Jahr hatte das Sultanat Oman eine Wasserstoffstrategie veröffentlicht, die sechs Großprojekte bis 2030 vorsieht.

Energieminister Al Aufi hob die existierende Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern hervor. Das Sultanat verfüge über erneuerbare Energieressourcen sowie gut ausgebildete Arbeitskräfte. Auch die vorhandene Infrastruktur und geografische Lage ermöglichtem dem Land, „eine führende Rolle bei der Produktion kohlenstoffarmer und grüner Moleküle“ zu spielen.

Besuch im Energiepark Bad Lauchstädt

Nach dem Aufenthalt in Leipzig besuchte die Delegation den Energiepark Bad Lauchstädt im Süden Sachsen-Anhalts. Auf dem Gelände des „Reallabors der Energiewende“ informierte sie sich über die Baufortschritte dieses mitteldeutschen Wasserstoffprojekts. Hier will ein Konsortium aus sieben Unternehmen die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette im industriellen Maßstab abdecken.

Dabei erzeugt ein Elektrolyseur mit bis zu 30 MW Leistung mit Strom aus einem eigens gebauten Windpark grünen Wasserstoff. Im November 2023 erfolgte das Einheben einer Molchschleuse zur Umwidmung einer Erdgasleitung für den Transport von Wasserstoff. Im Dezember 2023 wurde dann ein erster Abnahmevertrag für grünen Wasserstoff, der ab Ende 2025 ausgeliefert werden soll, mit der TotalEnergies Raffinerie Mitteldeutschland geschlossen.

Lesen Sie hier ein H2News-Exklusiv-Inverview zum Thema mit Hans-Joachim Polk, Vorstand Technik VNG, und Holger Kreetz, COO Uniper /button]

(Quelle: VNG AG/2024)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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