Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehe eine membranfreie Elektrolyseur-Technologie, die von CPH2 entwickelt wurde. Sie ermögliche die Erzeugung von Wasserstoff mit 99,999 Prozent Reinheit. Die Reinheit von Sauerstoff liege hingegen bei 99,5 Prozent.
Die Unternehmen streben an, in den Märkten von ABE und BKW Möglichkeiten für die Technologie von CPH2 zu erschließen. Im Rahmen dessen sollen gemeinsam Ausrüstung, Installations- und Inbetriebnahmedienstleistungen sowie langfristige Betriebs- und Wartungsaktivitäten für die membranfreie Technologie angeboten werden.
Industrie und Energiebranche als Zielmärkte
Der angestrebte Kundenstamm umfasse unter anderem Erzeuger erneuerbarer Energien, die ihre gedrosselte Wind- oder Solarkapazität monetarisieren möchten. Auch Branchen, in denen Wasserstoff und Sauerstoff die Prozesseffizienz steigern können, wie beispielsweise die Abwasserbehandlung, seien potenzielle Kunden. Zudem könnten Rechenzentren oder das Gesundheitswesen zum Kundenstamm zählen.
Daniel Lorenzen, Generaldirektor Erneuerbare Energien und Geschäftsführer bei ABE, erklärte mit Blick auf die Kunden: „Mit dieser Technologie können wir unseren Kunden eine reinere und kostengünstigere Wasserstoff- und Sauerstoffproduktion für den wachsenden dezentralen Energiemarkt bieten.“ Dass mithilfe der Technologie kostengünstiger hergestellt werden kann, liege daran, dass eben keine Membran notwendig ist. Damit würden auch seltene Metalle und per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) nicht benötigt werden.
Laut Lorenzen baue die Kooperation zunächst auf einer 1-MW-Anlage auf, künftig soll auf eine 5-MW-Anlage erweitert werden. Ziel ist die Realisation einer Elektrolyse-Gesamtleistung von rund 175 GW in den nächsten 10 Jahren.
Kooperation steht im Kontext der Wasserstoffstrategie
Die Zusammenarbeit entspreche nach Unternehmensangaben zudem den Zielen der deutschen „Nationalen Wasserstoffstrategie“. Diese wurde am 10. Juni 2020 von der CDU-geführten Bundesregierung verabschiedet. Am 26. Juli 2023 beschloss die Ampel-Koalition unter dem Namen „NWS 2.0″ dann die Fortschreibung der ersten Wasserstoffstrategie. Sie bildet den Rahmen für die Erzeugung, den Transport sowie die Nutzung von Wasserstoff als Schlüsselelement der Energiewende in Deutschland und sieht unter anderem den Ausbau von bis zu 10 GW Elektrolysekapazität bis 2030 vor.







