Nordic Ren-Gas und Sunfire bauen mit diesem Schritt ihre bestehende Zusammenarbeit aus. Bislang stellte das Dresdner Unternehmen einen Druck-Alkali-Elektrolyseur mit 50 MW Leistung für das E-Methan-Werk von Nordic Ren-Gas im finnischen Tampere bereit. Die Lieferung umfasste fünf Module mit einer Leistung von je 10 MW. Das finnische Unternehmen hatte im Rahmen des Projekts eine vollständig europäische Wertschöpfungskette aufgebaut.
Mit der nun vereinbarten langfristigen Partnerschaft soll Sunfire zum bevorzugten Technologiepartner für grüne Wasserstoff- und E-Methan-Projekte von Nordic Ren-Gas werden.
HyLink Alkaline 23 soll Wasserstoffprojekte unterstützen
Laut Unternehmensangaben zeige die Kooperation, dass sich die Dekarbonisierung der Industrie sowohl wirtschaftlich als auch im industriellen Maßstab realisieren lasse. Grundlage für die Umsetzung seien unter anderem Finnlands gute Bedingungen für erneuerbare Energien sowie die Anbindung an die europäischen Märkte.
Die Partnerschaft unterstreiche laut Nordic Ren-Gas zudem das Vertrauen in den im April 2026 vorgestellten HyLink Alkaline 23 von Sunfire. Dieser soll die technologische Grundlage für wirtschaftlich tragfähige Wasserstoffprojekte bilden. Das Druck-Alkali-Elektrolysesystem ist modular aufgebaut und für den Outdoor-Betrieb ausgelegt.
Dresdner Elektrolysehersteller bereits in Finnland aktiv
Für Sunfire ist die Vereinbarung ein weiterer Schritt auf dem finnischen Wasserstoffmarkt: Das Unternehmen hatte bereits die Elektrolysetechnologie für das erste industrielle Großprojekt für grünen Wasserstoff in Finnland geliefert. Damals stellte es einen 20-MW-Alkali-Elektrolyseur für den Standort Harjavalta bereit. Die Anlage wurde im Februar 2025 in Betrieb genommen.
Abnahmevertrag sichert Nachfrage in Tampere
Der Partnerschaft war Anfang Juli der Abschluss einer Abnahmevereinbarung für erneuerbares E-Methan im Wert von rund einer Milliarde Euro vorausgegangen. Diese hatte Nordic Ren-Gas mit der Schweizer Gruppe Avanca Energy AG als Abnehmer geschlossen. Nach eigenen Angaben handele es sich dabei um eine der bislang größten kommerziellen E-Methan-Vereinbarungen in Europa. Sie soll die langfristige Nachfrage nach der Produktion am Standort Tampere sichern.







